Halbmarathon
Text und Foto von Eunicia am 15. Mai 2026

Am Sonntag durfte ich zum ersten Mal gemeinsam mit dem Running Club: Pacebygrace, meiner Gemeinde einen Halbmarathon bestreiten, eine Erfahrung voller Herausforderungen, aber auch voller Gnade. In der Vergangenheit hatte ich zunächst intensiv trainiert, doch durch verschiedene Umstände ließ mein Training nach. Genau das spürte ich während dieses Laufes deutlich. Als ich an der Startlinie stand und die letzten zehn Sekunden heruntergezählt wurden, war ich dennoch voller Zuversicht, diesen Lauf mit dem Herrn schaffen zu können. Die ersten Kilometer verliefen gut, doch je weiter ich lief, desto stärker merkte ich, wie sehr die Belastung an meinem Körper zog. Schmerzen kamen auf, ebenso eine tiefe innere Müdigkeit. Obwohl ich ohne bestimmte Zeiterwartung gestartet war, fühlte sich dieser Lauf schwerer an als jeder zuvor. Noch nie hatte ein Lauf so sehr an meinen Kräften gezerrt. Innerlich begann ich zu beten. Ich bat den Herrn, meine Füße zu tragen und mir die Kraft zu schenken, die Ziellinie zu erreichen, denn genau das war in diesem Moment mein einziger Wunsch. Viele Gedanken und gemischte Gefühle begleiteten mich auf diesem Weg, doch ich legte alles in Gottes Hände und lief weiter, zu Seiner Ehre. Als ich schließlich die Ziellinie sehen konnte, sammelte ich all meine letzte Kraft und lief voller Hoffnung und Zuversicht dem Ziel entgegen. Dort wurde mir eine Medaille überreicht. Trotz aller Schmerzen und Erschöpfung konnte ich zuerst nichts anderes tun, als dem Herrn zu danken. Denn Er hat mich in diesem Moment getragen und nicht nur dort, sondern mein ganzes Leben lang.