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Christlicher Blog von Künstlern

Künstlerisch. Über Gott im Alltag.

Was dich hier erwartet:
Ein buntes Team an Kreativen berichtet wöchentlich, wie sie Gott im Auf und Ab des Alltags erleben. Du bist eingeladen, mit auf diese Reise zu gehen.

Das Licht in meiner Hand

Text und Foto von Jacky am 01. Mai 2026

Im Dezember letzten Jahres eröffneten wir unser Atelier. Mitten in der Vorweihnachtszeit, mitten im Dunkel der kürzesten Tage. Jemand schenkte mir an diesem Abend eine Kerze.
Ich hab sie genommen und hielt innerlich kurz inne, weil ich sofort an diesen einen Satz aus der Bibel gedacht habe:
„Ihr seid das Licht der Welt. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet sie allen, die im Hause sind. Matthäus 5,14–15
Dann, letzte Woche, während der Eröffnung unserer Ausstellung Nachtansichten im Historischen Museum, hat mir wieder jemand etwas geschenkt. Diesmal ein kleines Häuschen mit einem Licht darin. Ich hab es in der Hand gehalten und ich erinnerte mich wieder an den Vers.
Zwei verschiedene Menschen. Zwei verschiedene Momente. Das gleiche Symbol.
Ich glaube, manchmal sagt Gott Dinge nicht mit Worten. Manchmal sagt er sie durch eine Kerze, die jemand mitbringt. Oder durch ein kleines Häuschen, das leuchtet.
Was mich an diesem Bild so berührt: Jesus sagt nicht, wir sollen ein Suchscheinwerfer sein. Er sagt, dass es auch eine Kerze sein darf. Etwas Kleines, das Wärme gibt. Das flackert, ja, manchmal – aber eben auch leuchtet. Und das nicht für sich selbst, sondern für alle im Haus.
„Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht überwältigt. Johannes 1,5
Vielleicht ist das ja genug. Einfach dort zu leuchten, wo man ist.

Freundesbuch

Text und Illustration von Dotti am 24. April 2026

Ich habe eine Freundin, die Linda heißt. Sie ist Köchin in dem Werk, in dem seit gut einem Jahr an der Rezeption arbeite. Neulich kam Linda bei mir vorbei und drückte mir ein „Freundebuch für Erwachsene“ in die Hand und bat mich, eine Doppelseite auszufüllen. Kennt ihr noch die Freundebücher aus der Schule? Ganz früher hatte ich auch Poesiealben. Dass es so etwas für „große Kinder“ auch gibt, wusste ich nicht. Ich liebe alles daran. Erstmal: ich teile mich gern mit. Ich freue mich, von meinem Alltag zu erzählen, die Dinge die mir wichtig sind, was mir gefällt und was mich berührt. Des Weiteren habe ich ein Faible für Dinge aus der Kindheit, ich bin für mein Alter auch noch relativ verspielt. Drittens fand ich es wunderschön, dass ich Linda so wichtig war, dass ich in dieses Buch reinschreiben durfte. Das bedeutete, ich bin ihr wichtig und sie zählt mich zu ihren Freunden. Ich hat mir großen Spaß gemacht, in dieses Buch zu schreiben.
Seit ich mich für ein Leben als Christin entschieden habe, weiß ich, dass ich Jesu Freundin bin. Ich bin ihm wichtig und ich darf ihm alles erzählen. Auch wenn er nicht direkt antworten kann wie meine Freundin Linda, verändert es dennoch etwas, wenn ich bete. Ich merke, dass das, was ich ihm erzähle, nicht ohne Folgen bleibt. Jesus sagte kurz vor seiner Kreuzigung zu seinen Jüngern, dass er keine Diener aus ihnen machen wollte, sondern Freunde (nachzulesen in Johannes 15). Er hat sich drei Jahre für sie Zeit genommen und sie durften ihn in dieser Zeit gründlich kennenlernen. Ich darf schon viel länger in Jesu „Freundebuch“ reinschreiben und das hilft mir jeden Tag.

Große Berge, kleine Menschen

Geschrieben und vorgetragen von Danny 17. April 2026

Wenn ich den Himmel betrachte und das Werk deiner Hände sehe – den Mond und die Sterne, die du an ihren Platz gestellt hast –, wie klein und unbedeutend ist da der Mensch und doch denkst du an ihn und sorgst für ihn! (Psalm 8,4-5)
Nach langem durfte ich endlich wieder einmal Berge sehen. Gewaltige Massen von Stein, deren Furchen davon zeugen, dass sie einst unter Wasser gelegen haben müssen. Gebilde aus hartem Stein, zusammengeschoben, als würde ein Kind am Strand eine Sandburg bauen.
Staunend wanderte ich auf diesen kolossalen Brocken. Ein kleiner Mensch auf so unendlicher Weite, das man sich leicht darin verlieren kann, und doch bin ich weder verloren noch vergessen. Die Landschaft meiner Zellen, Gene und Gedanken ist für mich zerklüftet wie die Weite vor mir, und doch weiß ich; der die Berge verschiebt und kennt, weiß auch über mich Bescheid, besser als ich es selbst je tun werde. Und ich komme zum Ziel, selbst, wenn ich den Weg nicht weiß, den Gipfel nicht sehe oder den Halt verliere.
„HERR, unser Herrscher, herrlich ist dein Name auf der Erde!“ (Psalm 8,10)

Ins Herz sehen

Text und Video von Ute am 03. April 2026

seit Kurzem habe ich eine neue und schöne künstlerische Herausforderung entdeckt: Personen zu malen, die ich oft nicht persönlich kenne. Es macht mir große Freude, die Person vorab zu sprechen und Skizzen und Fotos von ihnen zu machen. Ich mache mir quasi ein Bild von ihr und versuche anschließend meinen Eindruck von der Persönlichkeit in das Gemälde hineinzulegen.
Über Tage hinweg an der Staffelei fühlt es sich auch an, als nähere ich mich dieser Person; ein spannender Prozess.
Doch mir wird auch klar, als Mensch sehe ich bloß was vor Augen ist. Nur Gott allein sieht in unsere Herzen hinein, und Jesus Christus war aus Liebe zu uns bereit, unsere Sünden auszulöschen und an unserer Stelle zu sterben, wenn wir bereit sind, zu ihm zu kommen und um Vergebung zu bitten.
“Als wir Gott noch feindlich gegenüberstanden, hat er uns durch den Tod seines Sohnes mit sich selbst versöhnt. Wie viel mehr werden wir, da wir jetzt Frieden mit Gott haben, am Tag des Gerichts bewahrt bleiben, nachdem ja Christus auferstanden ist und lebt.” Römer 5:10