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Christlicher Blog von Künstlern

Künstlerisch. Über Gott im Alltag.

Was dich hier erwartet:
Ein buntes Team an Kreativen berichtet wöchentlich, wie sie Gott im Auf und Ab des Alltags erleben. Du bist eingeladen, mit auf diese Reise zu gehen.

Schwachheit

Text und Foto von Eunicia am 27. März 2026

Den letzten Sonntag ergab sich für mich die Möglichkeit, mein Zuhause – meine Familie und meine Heimatgemeinde wiederzusehen. Es erweckte in mir Gefühle von Freude, wohlbekannte Gesichter zu sehen, Vertrautheit, Freunde in die Arme zu nehmen, und Dankbarkeit, die Zeit mit ihnen zu verbringen. Ganz besonders horchte ich der Predigt auf, die das Thema „Kraft der Schwäche“ beinhaltete – was für ein Paradox, dachte ich mir?
Und so oft ich es schon in der Vergangenheit hörte, so oft vergaß ich auch wieder schnell diese Worte. In einer Welt, in der jeder auf seine Stärke beharrt, ist Schwachheit oft mit dem Gefühl von Scham behaftet. Und in diesem Moment, dort inmitten der Menschen, zwischen der Predigt und den eigenen aufkommenden Gedanken, wurde mir das des Öfteren beklagte Gefühl meiner Begrenztheit bewusst – und doch auch der eigentliche Segen, der in meiner Schwachheit ruht.
In dieser kurzen Zeit kam die in mir verstaubte und vergessene Wahrheit wieder zum Vorschein: die so bedeutsame Erkenntnis, dass Gottes Kraft und meine menschliche Schwäche – ja, meine Begrenztheit, die mir in letzter Zeit doch so deutlich vor Augen ist, kein Widerspruch sind. Es braucht meine menschliche Schwäche, damit Gottes Kraft und Herrlichkeit sichtbar werden. Die Schwachheit, die Herausforderungen – ja, sie haben das Potenzial zum Wachstum.
Und mir kam ein Vers vor Augen, der seit langem einmal wieder meine Aufmerksamkeit erregte:
„Auf den kahlen Hügeln lasse ich Bäche hervorbrechen, und in öden Tälern sollen Quellen entspringen. Ich verwandle die Wüste in fruchtbares Land mit Teichen und sprudelnden Quellen. Viele Bäume pflanze ich dort an: Zedern, Akazien und Myrten, Ölbäume und Wacholder, Platanen und Zypressen. Wer das sieht, wird erkennen, dass ich, der Herr, hier eingegriffen habe; jeder soll wissen: Der heilige Gott Israels hat dies alles gemacht.“ Jesaja 41,18–20

Du kennst mich

TEXT UND BILD VON JANA AM 21. MÄRZ 2026

Am Wochenende war ich in der Leuchtfeuer-Gemeinde an der Ostsee. Dort gab es die Möglichkeit, für sich beten zu lassen, ohne vorher seine Anliegen erzählen zu müssen – also bin ich einfach zu zwei fremden Personen hingegangen und habe ein Segensgebet empfangen. Dieses Gebet hat mich absolut tief bewegt und mich sehr angerührt, weil diese Personen mich gar nicht kannten, aber all das für mich gebetet haben, was mir schon seit Monaten auf dem Herzen lag! Wie erstaunlich! Ich bin sehr ermutigt, weil Gott diese Menschen gebraucht hat, mich spüren zu lassen, dass ER mich persönlich kennt und sieht. Folgendes Gedicht ist daraus entstanden:
Du bist ein Gott, der mich liebt
Du bist ein Gott, der mich sieht
Du bist ein Gott, der mich versorgt
Und in jeder Lage und Not
Sich treu zu mir stellt.
Du bist ein Gott, der mich versteht
Du bist ein Gott, der mir vergibt
Mein Gott, der treu bleibt
Unabhängig von Umständen oder von mir.

„When you wish upon a star” ✨

Text und Foto von Jacky am 13. März 2026

Ich weiß manchmal nicht, ob das da oben Sternschnuppen sind oder Raketen.

Und ich glaube, genau das ist das Gefühl dieser Zeit. Diese Ungewissheit, die sich in die Brust setzt und fragt: Was passiert gerade? Was kommt noch? Was kann ich überhaupt tun?

Manchmal sitze ich da und scrolle und lese und fühle mich so klein. So hilflos. Als ob die Welt gerade in einer Sprache spricht, die ich nicht ganz verstehe — aber ahne, dass sie wichtig ist.

Letztens saß ich trostlos im Zug. Einer dieser Momente, wo man nicht weint, aber auch nicht wirklich atmet. Dann lag da ein kleiner christlicher Flyer auf dem Sitz. Ich weiß nicht warum, aber ich hab ihn aufgehoben.

Gott tut das immer wieder. Er flüstert, wenn ich zu laut bin, um zu hören. Er schickt kleine Dinge, die sagen: Ich bin noch hier.

„Der Herr aber ist treu. Er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren.” — 2. Thessalonicher 3,3

Ich will ehrlich sein: Das ist manchmal schwer zu glauben. Wenn die Nachrichten schwer sind. Wenn die Bilder zu viel sind. Wenn man nicht weiß, wie man beten soll, weil man nicht mal weiß, wofür genau.

Aber vielleicht ist genau das auch Glaube. Nicht das sichere Wissen. Sondern das Festhalten, auch wenn man nicht sieht.

Ich wünsche mir, dass das da oben Sternschnuppen sind. 🌠Und ich versuche, zu vertrauen, dass Gott das weiß — auch wenn ich es nicht tue.

Wie geht es euch gerade? Habt ihr auch Momente, wo ihr einfach nicht wisst, wie ihr mit allem umgehen sollt? 🤍

Frühling

Text und Foto von Dotti am 06. März 2026

Seit ich nicht mehr in der Stadt lebe, nehme ich die Jahreszeitenwechsel viel bewusster wahr. Herbst und Winter fand ich unfreundlich und regnerisch, auch daran musste ich mich nach dem Umzug gewöhnen. Die ersten Schneeglöckchen und Märzenbecher wurden von mir deshalb auch besonders ausgiebig begrüßt. Das sind Blumen, die gepflanzt werden und nach dem Abblühen verschwinden, um dann wieder treu jeden Frühling aufzutauchen. Unser Gärtner, der für die Pflanzen unseres Werkes, in dem ich arbeite, verantwortlich ist, sitzt nicht sorgenvoll im Januar vor den Beeten und macht sich Gedanken, ob es Knospen geben wird oder nicht. Er weiß, dass sie kommen werden, je nach Witterung früher oder später.

Das erinnert mich an Zeiten in meinem Leben, wo ich Dinge, die ich erwartet habe, noch nicht sehen konnte. Es gab Krankheiten, bei denen ich nicht sicher war, wann und ob sie überhaupt weggehen würden. Ich hing manchmal, was meine Zukunft anbelangte, förmlich „in der Luft“. Ich fragte mich nicht selten, ob etwas gut für mich ausgehen oder ob ich finanziell auch im kommenden Monat über die Runden kommen würde. Und es kommt immer noch vor ,aber je älter ich werde, desto weniger werden diese Zeiten, weil mich die Erfahrung gelehrt hat, das vieles, was ich noch nicht sehen konnte, vorbereitet war. Ich konnte mich immer auf Gottes Beistand verlassen, der mich fragte „Vertraust du mir?“. Vertrauen kann man nur, wenn man den Ausgang nicht kennt. Daran übe ich mich und werde immer besser und besser.