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Christlicher Blog von Künstlern

Künstlerisch. Über Gott im Alltag.

Was dich hier erwartet:
Ein buntes Team an Kreativen berichtet wöchentlich, wie sie Gott im Auf und Ab des Alltags erleben. Du bist eingeladen, mit auf diese Reise zu gehen.

Erwartungen an andere

Text und Zeichnung von Ute am 22. Mai 2026

Ob bewusst oder unbewusst, die Erwartungen an andere prägen unsere Beziehungen. Bei mir ist das nicht anders. Auffällig wird das in der Kommunikation mit anderen, besonders in den Momenten, wenn meine Erwartung vom Gegenüber nicht erfüllt werden. Schnell entstehen Missverständnisse, Enttäuschungen und all das führt zu Verletzungen. Dabei sind die unausgesprochenen Erwartungen am gefährlichsten, weil dadurch leicht falsche Vorstellungen entstehen, von denen der andere nichts wissen kann und womöglich gar nicht bereit ist zu erfüllen. Wenn davon wichtige Lebensentscheidungen betroffen sind, kann das zu einem Fiasko führen. Mit solchen falschen Vorstellungen hatte ich zu kämpfen, doch schenkte mir Gott die Weisheit, diese Fehleinschätzung rechtzeitig zu erkennen und das Gespräch zu suchen. Ich danke Gott dafür.

Halbmarathon

Text und Foto von Eunicia am 15. Mai 2026

Am Sonntag durfte ich zum ersten Mal gemeinsam mit dem Running Club: Pacebygrace, meiner Gemeinde einen Halbmarathon bestreiten, eine Erfahrung voller Herausforderungen, aber auch voller Gnade. In der Vergangenheit hatte ich zunächst intensiv trainiert, doch durch verschiedene Umstände ließ mein Training nach. Genau das spürte ich während dieses Laufes deutlich. Als ich an der Startlinie stand und die letzten zehn Sekunden heruntergezählt wurden, war ich dennoch voller Zuversicht, diesen Lauf mit dem Herrn schaffen zu können. Die ersten Kilometer verliefen gut, doch je weiter ich lief, desto stärker merkte ich, wie sehr die Belastung an meinem Körper zog. Schmerzen kamen auf, ebenso eine tiefe innere Müdigkeit. Obwohl ich ohne bestimmte Zeiterwartung gestartet war, fühlte sich dieser Lauf schwerer an als jeder zuvor. Noch nie hatte ein Lauf so sehr an meinen Kräften gezerrt. Innerlich begann ich zu beten. Ich bat den Herrn, meine Füße zu tragen und mir die Kraft zu schenken, die Ziellinie zu erreichen, denn genau das war in diesem Moment mein einziger Wunsch. Viele Gedanken und gemischte Gefühle begleiteten mich auf diesem Weg, doch ich legte alles in Gottes Hände und lief weiter, zu Seiner Ehre. Als ich schließlich die Ziellinie sehen konnte, sammelte ich all meine letzte Kraft und lief voller Hoffnung und Zuversicht dem Ziel entgegen. Dort wurde mir eine Medaille überreicht. Trotz aller Schmerzen und Erschöpfung konnte ich zuerst nichts anderes tun, als dem Herrn zu danken. Denn Er hat mich in diesem Moment getragen und nicht nur dort, sondern mein ganzes Leben lang.

Verschwenderische Liebe

Text und Bild von Jana am 08. Mai 2026

Mein Alltags-Dank geht an Dich:
Danke für Deine Hügel und Täler im Wald, für die Kräuter und die bunten Wiesen.
Danke für Deine Sonne, den blauen Himmel, den Regen und den Wind.
Das hell leuchtende Grün mit den einzigartigen Farben der blühenden Bäume
lassen mich Deinen Frieden und Deinen Sinn für Schönheit im Detail erleben.
Danke für Deine Vögel
Ihre bunten Melodien erfreuen mein Herz und lassen mich zur Ruhe finden.
Danke für Deine Blumen
Ihr unverwechselbarer Duft und ihre herrlichen Farben sind ein Spiegelbild Deiner
Überfließenden und verschwenderischen Liebe an mich! An uns alle -deine Geschöpfe!
Mit all meinen Sinnen darf ich Deine schöpferische Kraft und Weisheit entdecken.
Im Hier und Jetzt- einfach da, wo ich gerade bin.
Ich feire Dich – mein Vater-Gott, mein Schöpfer-Held!
„Weil Gott die Welt geschaffen hat, können die Menschen sein unsichtbares Wesen,
seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an seinen
Schöpfungswerken wahrnehmen.“ Römer 1 Vers 20

Das Licht in meiner Hand

Text und Foto von Jacky am 01. Mai 2026

Im Dezember letzten Jahres eröffneten wir unser Atelier. Mitten in der Vorweihnachtszeit, mitten im Dunkel der kürzesten Tage. Jemand schenkte mir an diesem Abend eine Kerze.
Ich hab sie genommen und hielt innerlich kurz inne, weil ich sofort an diesen einen Satz aus der Bibel gedacht habe:
„Ihr seid das Licht der Welt. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet sie allen, die im Hause sind. Matthäus 5,14–15
Dann, letzte Woche, während der Eröffnung unserer Ausstellung Nachtansichten im Historischen Museum, hat mir wieder jemand etwas geschenkt. Diesmal ein kleines Häuschen mit einem Licht darin. Ich hab es in der Hand gehalten und ich erinnerte mich wieder an den Vers.
Zwei verschiedene Menschen. Zwei verschiedene Momente. Das gleiche Symbol.
Ich glaube, manchmal sagt Gott Dinge nicht mit Worten. Manchmal sagt er sie durch eine Kerze, die jemand mitbringt. Oder durch ein kleines Häuschen, das leuchtet.
Was mich an diesem Bild so berührt: Jesus sagt nicht, wir sollen ein Suchscheinwerfer sein. Er sagt, dass es auch eine Kerze sein darf. Etwas Kleines, das Wärme gibt. Das flackert, ja, manchmal – aber eben auch leuchtet. Und das nicht für sich selbst, sondern für alle im Haus.
„Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht überwältigt. Johannes 1,5
Vielleicht ist das ja genug. Einfach dort zu leuchten, wo man ist.