Christlicher Blog von Künstlern

Künstlerisch. Über Gott im Alltag.

Was dich hier erwartet:
Ein buntes Team an Kreativen berichtet wöchentlich, wie sie Gott im Auf und Ab des Alltags erleben. Du bist eingeladen, mit auf diese Reise zu gehen.

Du bist genug

Lied und Foto von Miriam am 27. Mai 2023

Immer wieder erschrecke ich darüber, welche Schlachtfelder der Gedanken auch schon in den Köpfen der ganz Kleinen toben. Insbesondere die Kämpfe und Fragen meiner Söhne bewegen mich zutiefst, wie oft setzen sie sich doch mit nagenden Lügen, wie „Ich kann das nicht“ oder „Ich bin nicht gut genug“ auseinander.  Umso stolzer bin ich dann, wenn sie diese Unwahrheiten selbst überwinden, indem sie sich daran erinnern, wer sie in Gottes Augen sind. Und wie wertvoll ist es, dass es ihnen immer mehr wichtig wird Seine Wahrheiten nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Freunden zuzusprechen. Voller Überzeugung dürfen sie so mit ihren Stimmen Hoffnungsboten sein: „Du bist genug“.

„Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich liebe, gebe ich Menschen für dich und für dein Leben ganze Völker.“

Die Bibel, Jesaja 43,4

Geheimwaffe

Text und Bild von Jana am 19. Mai 2023

„Nein, diese Person hat es nicht verdient, dass ich ihr irgendetwas Gutes tue!“ schießt es mir durch den Kopf. Und das stimmt sogar: Diese Person hat sich gerade aus unerklärlichen Gründen ziemlich gemein, unfreundlich und unfair mir gegenüber verhalten, obwohl ich sogar freundlich zu ihr war. Ich haderte mit diesem Erlebnis, meinen aufgewühlten Gefühlen und fragte dann: „Gott- und was denkst du so darüber?“ Kurz darauf kam mir dann der Gedanke, dieser Person etwas Gutes zu tun und sie mit einer Kleinigkeit zu beschenken. Dieser Einfall konnte jetzt unmöglich von mir selbst kommen! „Nein, – nicht jetzt und auch nicht in dieser Situation!“ wehrte ich mich. Doch dann wusste ich im Innern: Gottes Herz ist gnädig und er liebt es, uns zu beschenken; selbst dann, wenn wir es voll und ganz verhauen!

Zwei Tage später traf ich diese Person wieder und beschenkte sie. Noch ehe sie die Kleinigkeit an sich nahm, liefen ihr immer wieder viele Tränen über das Gesicht. Sie konnte gar nicht aufhören zu weinen und verstand es nicht, wieso ich sie beschenke.

In dieser, für mich herausfordernden, Situation durfte ich lernen Gnade, statt Wut zu wählen und darf immer mehr im Alltag verstehen und erleben:

Gnade ist die beste Geheimwaffe. Gnade schockiert. Gnade ist immer unverdient. Gnade ist der Herzschlag Gottes, der mein Leben und meine Sicht auf die Dinge außergewöhnlich verändert.

Im Regen

Text und Bild von Dotti am 05. Mai 2023

„Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“

Über diesen Spruch von Karl Valentin bin ich neulich gestolpert und so lustig er ist, so wahr ist er auch. Dieses Mädchen im orangefarbenen Mantel, dass scheinbar leichtfüßig durch den Regen tanzt, habe ich damals schon, als ich es malte, insgeheim beneidet. Es spannt den bunten Schirm auf, zieht die Gummistiefel an und läuft unbekümmert los. Wenn ich morgens aufstehe, die Jalousien hochziehe und es draußen nass und ungemütlich ist, kann ich mir ein Seufzen nicht verkneifen. Mir ist dann nicht nach tanzen zumute, missmutig starre in in das Grau hinein.

So läuft es auch manchmal in meinem Leben. Es ziehen die sprichwörtlichen grauen Wolken auf und schon verkrieche ich mich, anstatt mich zu wappnen und dem Sturm mutig entgegen zu gehen. Dass es ab und an ungemütlich wird, kann ich nicht verhindern. Die Frage ist nur für mich, wie ich damit umgehe. Ich hab mir vorgenommen, weniger zu vermeiden, mich nicht mehr so viel zu ärgern, sondern diese Zeiten zu akzeptieren und mit ihnen zu leben. Sie ziehen vorbei und es kommen bald sonnigere Tage.

Das kleine Mädchen mit seinem bunten Schirm hilft mir dabei und macht mir Mut. Und den wünsche ich euch auch.

Zwei Sichtweisen

Text und Video von Danny am 28. April 2023

Der eine sieht die hohen Berge
Und kann den Aufstieg kaum erwarten
Der and’re sieht die weiten Wege
Und gibt auf, bevor wir starten

Der eine sieht die große Weite
Und will mutig vorwärts gehen
Der and’re schiebt den Blick zur Seite
Und will in digitale Welten fliehen

Der eine hat gelernt, zu glauben
Der and’re ist gewohnt zu sorgen
Der eine pflückt sich oftmals Trauben
Der andere sieht stets nur Dornen

Der eine hebt die Augen auf
Der and’re lässt die Blicke sinken
Der eine nimmt den Kampf in Kauf
Der and’re kann nur müde hinken

Wir alle haben stets die Wahl
Worauf wir uns’re Blicke richten
Zu überwinden alle Qual
Und zu erleben die Geschichten
Die einmal wirklich etwas zählen
Die sich lohnen zu berichten
Anstatt den Stillstand zu erwählen
Und weite Orte neu zu sichten

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psalm 121,1-2

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