
Künstlerisch. Über Gott im Alltag.
Was dich hier erwartet:
Ein buntes Team an Kreativen berichtet wöchentlich, wie sie Gott im Auf und Ab des Alltags erleben. Du bist eingeladen, mit auf diese Reise zu gehen.
Ein Tag mit meinem Bruder
Text und Foto von Eunicia am 21. August 2026

Seit zwei Wochen bin ich wieder in meiner Heimatstadt Bielefeld. Ich habe mich sehr darauf gefreut, meine Familie und meine Freunde wiederzusehen.
Letztes Wochenende war ich mit meinem kleinen Bruder bei einem Fußballspiel in Dortmund. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass wir wieder etwas zusammen unternommen haben. Ich war voller Aufregung und Freude, nicht nur wegen des Spiels, sondern auch, weil ich wusste, wie viel es meinem Bruder bedeutet. Meine Familie ist fußballbegeistert, und ihn an diesem Tag so voller Freude und Euphorie zu erleben, war für mich etwas Besonderes.
Nach dem Spiel gingen wir noch zusammen Ramen essen, mein derzeitiges Lieblingsessen. Wir saßen da, haben gegessen und uns einfach unterhalten. Irgendwie fühlte es sich an, als würden wir den ganzen Tag noch einmal gemeinsam durchgehen. Wir verloren uns ein wenig in unseren Gesprächen und in dem Echo dieses besonderen Tages.
Ich bin so dankbar für meine Brüder und für die Zeit, die ich immer wieder mit ihnen erleben darf. Es sind oft die einfachen Momente, die mir besonders im Herzen bleiben.
Auch an diesem Tag war ich Gott dankbar. Dankbar, dass ich diesen Tag erleben durfte, für meinen Bruder, für unsere gemeinsame Zeit und für diese schönen Momente, die ich mit ihm teilen durfte.
Danke
Text und Foto von Jana am 14. August 2026

Urlaub. Ich genieße den wunderschönen Sonnenuntergang und das wohltuende Meeresrauschen. Dankbarkeit erfüllt mein Herz. Zu Leben ist ein Geschenk. Dieser Moment ist ein Geschenk. Gottes wunderbare Schöpfung lässt mich bewusst zur Ruhe kommen. Ich staune und bin einfach nur glücklich. Ich danke meinem Gott bewusst für all das Gute und Schöne, das ich erleben darf. Dabei kommen mir einige Gedanken aus Psalm 103 in den Sinn. Mit eigenen Worten ausgedrückt:
Mit allem, was ich bin, und habe danke ich Dir, mein wunderbarer Gott.
Du bist treu, hast mich im Blick.
Du bist mein Versorger.
Ich danke Dir, denn Du bist gnädig und barmherzig.
Du bist geduldig und von großer Liebe und Güte zu mir.
Nie möchte ich all Deine Hilfe und Deine Liebe zu mir vergessen.
In jeder Notsituation warst Du bei mir.
Du liebst mich so sehr und bist mir ein liebender Vater.
Rest
Text und Illustration von Jacky am 07. August 2026

Prag Pleinair. Kurz Zuhause. Internationales Symposium in Toulouse. Danach direkt das Projekt mit den Kids im Kulturrucksack auf dem Rochdale Gelände…
Ereignisreiche Wochen. Spannend, bunt, viele Eindrücke und viel, viel zu tun.
Irgendwie ist man danach ein anderer Mensch als der, der losgezogen ist. Und trotzdem steht man wieder in den eigenen vier Wänden und fragt sich: wo fang ich jetzt an? Die Koffer noch halb ausgepackt, der Kopf noch irgendwo zwischen zwei Städten.
Manchmal weiß man nach dem ganzen Trubel nicht richtig, wo man wieder zuhause anfangen soll.
Aber vielleicht muss ich auch nicht sofort so weitermachen.
Ich stolperte über diesen Vers, der mich kurz innehalten ließ:
„Am siebten Tag also war Gottes Werk vollendet, und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk. Gott segnete diesen Tag und machte ihn zu etwas Besonderem, denn an ihm ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollendet hatte.”
– 1 Mose 2,2-3
Wenn selbst Gott nach dem Erschaffen innehält – wer bin ich, das nicht zu dürfen?
Alles klar Gott. Vielleicht wird dieser Monat ein wenig ruhiger. 🤍
Du Herr kannst
Text und Illustration von Dotti am 31. Juli 2026

Einatmen, ausatmen und über Mauern springen
Ich habe in den letzten 18 Monaten, seitdem ich die neue Arbeitsstelle angetreten habe, das Gefühl, nicht anzukommen, sondern mich immer weiterzuentwickeln. Kaum habe ich mich in einen Arbeitsbereich eingearbeitet, kommt wieder etwas dazu, bzw. wechsle ich meinen Standort. Von der Arbeit her ist das schaffbar, aber auch anstrengend. Mir fällt es nicht immer leicht, flexibel sein zu müssen. So auch jetzt gerade, wo ich für eine erkrankte Kollegin einspringen und neue Skills lernen muss. Für mich ist das dann wieder ein neues „Über Mauern springen“ und in etwas Fremdes reingehen, dabei habe ich mich doch gerade erst eingewöhnt.
Ein Arbeitskollege von mir hat neulich eine Andacht gehalten und meinte, dass ihm an schwierigen Tagen hilft, beim Einatmen folgendes in sich hineinzusprechen: „Ich kann nicht!“ und beim Ausatmen zu sagen „Aber du, Herr, kannst!“. Ich gewöhne mir das auch gerade an und merke, wie sehr mich dieses winzige Gebet trägt: „Herr, ich kann nicht (oder traue es mir nicht zu), aber du in mir, du kannst!“ und das macht meinen Alltag leichter.