Zum Hauptinhalt springen

Automatisch gespeicherter Entwurf

Wachsen

Text und Foto von Jacky am 10. Juni 2026

Manchmal sitze ich vor einem leeren Blatt und denke: Bin ich gut genug dafür?

Das Künstlersein bringt eine ganz eigene Art von Unsicherheit mit sich. Neue Techniken, die sich fremd anfühlen. Ideen, die im Kopf größer sind als auf dem Papier. Vergleiche, die sich einschleichen, obwohl man es besser weiß.

Und doch, ich glaube, dass Gott gerade in diesem Raum des Unfertigen arbeitet.

Meine Gaben gehören nicht mir. Sie sind kein Spiegel meines Könnens, sondern ein Zeichen seiner Treue. Ich darf sie entwickeln, einsetzen, verschenken, nicht um Perfektion zu beweisen, sondern weil er es ist, der wachsen lässt.

„…euch mit allem versorgt, was ihr braucht, um seinen Willen zu tun. Ich wünsche mir, dass er durch die Kraft von Jesus Christus all das in uns wachsen lässt, was ihm Freude macht. Ihm gehört die Ehre für immer und ewig! Amen.”
 — Hebräer 13,21 (NLB)

Wachstum darf holprig aussehen. Es darf Zeit brauchen. Hauptsache, es macht ihm Freude. 🌿

Weiterlesen

Automatisch gespeicherter Entwurf

Seid untereinander freundlich

Text und Foto von Dotti am 12. Juni 2026

Ich arbeite seit eineinhalb Jahren in einem großen christlichen Werk. Wir sind etwa 90 Mitarbeiter, die Voll- und Teilzeit, aber auch im Ehrenamt vor Ort oder von zuhause aus arbeiten. Ich bin am Empfang und habe daher immer wieder mit den Mitarbeitern zu tun, ob nun persönlich, per Mail oder Telefon. Neulich bekamen meine Kollegin und ich nach einer gelungenen Veranstaltung von der Leiterin eine Packung Duplo geschenkt „Du bist super!“ stand auf der Packung geschrieben und ich habe mich über diese kleine Geste total gefreut. Tatsächlich habe ich, seit ich hier arbeite, immer einen Vorrat Schokoriegel in meiner Schreibtischschublade, um mich zu bedanken oder jemanden zu ermutigen.

Wo viele Menschen verschiedenster Herkunft und Geschichte aufeinander treffen, wo man Hand in Hand zusammen arbeitet, feiert man die gemeinsamen Erfolge und freut sich, wenn etwas gut geworden ist. Aber es  „menschelt“ natürlich, wie überall, wo Menschen zusammen kommen. Es kommt zu Missverständnissen, man versteht einander falsch, reagiert empfindlich oder schätzt die Reaktion des Gegenübers falsch ein. Und ja, ich ärgere mich auch über andere.

Das Schöne dabei ist, dass wir nach einer Auseinandersetzung aufeinander zugehen und vergeben können. Konflikte werden nach Möglichkeit so schnell es geht geklärt und Frieden untereinander geschaffen. Wir halten uns da an Paulus, der im vierten Kapitel des Epheserbriefes an die Gemeinde in Epheser schreibt: „Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Vers 17). Mich ermutigen diese Worte immer wieder und helfen mir dabei, nicht nachtragend zu sein. Ebenso ist es mir wichtig, andere zu loben und mich mit ihnen zu freuen, wenn sie Erfolg haben. Manchmal reicht etwas ganz Simples, um jemanden etwas Gutes zu tun.

Weiterlesen

Automatisch gespeicherter Entwurf

Warum das Wetter uns nie passt

Gedicht und Foto von Danny am 05. Juni 2026

Mal ist es zu heiß, dann wieder zu kalt, die Luft zu schwül, der Wind zu viel, der Himmel zu oft grau. Und selbst, wenn Temperatur, Bewölkung, Luftdruck, Niederschlag und Wind sich einmal meinen Idealen näheren, so findet sich unverzüglich jemand, dem genau dieses Wetter gegen den Strich geht. Und ärgerlicherweise können wir niemandem daran so richtig die Schuld geben, was die meisten jedoch nicht davon abhält, es trotzdem zu tun. Dann ruft man sich zu: „Wer hat denn dieses Wetter bestellt?“, latent hoffend, man könne doch irgendwie irgendwo wirksame Beschwerde einreichen.
Vielleicht aber ist das Wetter ja genauso wie es sein soll. Wir haben nur verlernt, zweierlei zu sehen. Und zwar erstens, wie oft das Wetter bestens passt. Erst vor kurzem war ich bei einem Sponsorenlauf und alle beklagten sich über den Regen. Doch wurden mit der ständig nieselnden Abkühlung mehr Runden geschafft als in der prallen Sonne. Und zweitens übersehen wir, wie das Wetter uns etwas lehrt, was der Zeitgeist allzu sehr erschwert. Denn während wir uns an allen Ecken und Kanten des Lebens einreden, wir könnten die Dinge abrunden und individualisieren, lehrt uns Gottes Schöpfung immer wieder:
„Am guten Tag sei guter Dinge. Und am schlechten Tag bedenke; diesen hat geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht weiß, was künftig sei.“ Prediger 7,14

Weiterlesen

Automatisch gespeicherter Entwurf

Erwartungen an andere

Text und Zeichnung von Ute am 22. Mai 2026

Ob bewusst oder unbewusst, die Erwartungen an andere prägen unsere Beziehungen. Bei mir ist das nicht anders. Auffällig wird das in der Kommunikation mit anderen, besonders in den Momenten, wenn meine Erwartung vom Gegenüber nicht erfüllt werden. Schnell entstehen Missverständnisse, Enttäuschungen und all das führt zu Verletzungen. Dabei sind die unausgesprochenen Erwartungen am gefährlichsten, weil dadurch leicht falsche Vorstellungen entstehen, von denen der andere nichts wissen kann und womöglich gar nicht bereit ist zu erfüllen. Wenn davon wichtige Lebensentscheidungen betroffen sind, kann das zu einem Fiasko führen. Mit solchen falschen Vorstellungen hatte ich zu kämpfen, doch schenkte mir Gott die Weisheit, diese Fehleinschätzung rechtzeitig zu erkennen und das Gespräch zu suchen. Ich danke Gott dafür.

Weiterlesen