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„When you wish upon a star”

„When you wish upon a star” ✨

Text und Foto von Jacky am 13. März 2026

Ich weiß manchmal nicht, ob das da oben Sternschnuppen sind oder Raketen.

Und ich glaube, genau das ist das Gefühl dieser Zeit. Diese Ungewissheit, die sich in die Brust setzt und fragt: Was passiert gerade? Was kommt noch? Was kann ich überhaupt tun?

Manchmal sitze ich da und scrolle und lese und fühle mich so klein. So hilflos. Als ob die Welt gerade in einer Sprache spricht, die ich nicht ganz verstehe — aber ahne, dass sie wichtig ist.

Letztens saß ich trostlos im Zug. Einer dieser Momente, wo man nicht weint, aber auch nicht wirklich atmet. Dann lag da ein kleiner christlicher Flyer auf dem Sitz. Ich weiß nicht warum, aber ich hab ihn aufgehoben.

Gott tut das immer wieder. Er flüstert, wenn ich zu laut bin, um zu hören. Er schickt kleine Dinge, die sagen: Ich bin noch hier.

„Der Herr aber ist treu. Er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren.” — 2. Thessalonicher 3,3

Ich will ehrlich sein: Das ist manchmal schwer zu glauben. Wenn die Nachrichten schwer sind. Wenn die Bilder zu viel sind. Wenn man nicht weiß, wie man beten soll, weil man nicht mal weiß, wofür genau.

Aber vielleicht ist genau das auch Glaube. Nicht das sichere Wissen. Sondern das Festhalten, auch wenn man nicht sieht.

Ich wünsche mir, dass das da oben Sternschnuppen sind. 🌠Und ich versuche, zu vertrauen, dass Gott das weiß — auch wenn ich es nicht tue.

Wie geht es euch gerade? Habt ihr auch Momente, wo ihr einfach nicht wisst, wie ihr mit allem umgehen sollt? 🤍

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Frühling

Frühling

Text und Foto von Dotti am 06. März 2026

Seit ich nicht mehr in der Stadt lebe, nehme ich die Jahreszeitenwechsel viel bewusster wahr. Herbst und Winter fand ich unfreundlich und regnerisch, auch daran musste ich mich nach dem Umzug gewöhnen. Die ersten Schneeglöckchen und Märzenbecher wurden von mir deshalb auch besonders ausgiebig begrüßt. Das sind Blumen, die gepflanzt werden und nach dem Abblühen verschwinden, um dann wieder treu jeden Frühling aufzutauchen. Unser Gärtner, der für die Pflanzen unseres Werkes, in dem ich arbeite, verantwortlich ist, sitzt nicht sorgenvoll im Januar vor den Beeten und macht sich Gedanken, ob es Knospen geben wird oder nicht. Er weiß, dass sie kommen werden, je nach Witterung früher oder später.

Das erinnert mich an Zeiten in meinem Leben, wo ich Dinge, die ich erwartet habe, noch nicht sehen konnte. Es gab Krankheiten, bei denen ich nicht sicher war, wann und ob sie überhaupt weggehen würden. Ich hing manchmal, was meine Zukunft anbelangte, förmlich „in der Luft“. Ich fragte mich nicht selten, ob etwas gut für mich ausgehen oder ob ich finanziell auch im kommenden Monat über die Runden kommen würde. Und es kommt immer noch vor ,aber je älter ich werde, desto weniger werden diese Zeiten, weil mich die Erfahrung gelehrt hat, das vieles, was ich noch nicht sehen konnte, vorbereitet war. Ich konnte mich immer auf Gottes Beistand verlassen, der mich fragte „Vertraust du mir?“. Vertrauen kann man nur, wenn man den Ausgang nicht kennt. Daran übe ich mich und werde immer besser und besser.

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Im Zug

Zug des Lebens

Gedicht, Foto und Vortrag von Danny am 27. Februar 2026

Dies ist ein Gedicht, für alle, die das Gefühl kennen, wenn das Leben wieder Mal zu schnell ist.

Ich zieh im Zug durch graues Land,
Die Welt rast schnell vorbei
Nur ich steh still wie eine Wand
Fahr weit, doch bin nicht frei

Dort fliegen Berge, Wälder, Seen
Die würd ich gern besuchen
Doch der Zug lässt mich nicht gehen
Kein Rücktritt, kein Umbuchen

Wir haben die Reise nicht bestellt
Uns fehlen die Papiere
Kein Licht, dass diese Fahrt erhellt
Sind blinde Passagiere

Der Zug, das ist mein Leben
Doch schein ich’s zu verpassen
Was würd ich dafür geben
Die Fahrt jetzt zu verlassen

Und dann hör ich die Stimme
Die sagt: Das Ziel kommt bald
Und ich verharre stille
Weil Hoffnung wieder hallt

Ich weiß, der Zug wird stehen
Genau am richtigen Ort
Und wenn ich ihn werd sehen
Dann will ich nicht mehr fort

„Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.“ Römer 8,24-25

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Wintersonne

Wintersonne

Text und Illustration von Ute am 13. Februar 2026

Ich sitze in dem Café einer sehr großen Klink. Die Wintersonne scheint fahl durch die großen Fenster. Ich begleite die Person, die an diesem Vormittag einen Patiententermin hat. Wir trinken Kaffee und haben Zeit, und ich denke: Gestern war alles noch wie immer. Aber jetzt ist das gestern egal geworden. Und die gemeinsamen Pläne für die Zukunft lösen sich gerade auf.
Wir sitzen beieinander und leben im Heute und im Jetzt. Fast schwerelos fühlt sich das an. Wir genießen den Blick auf die Wintersonne und fühlen uns geborgen und getragen und spüren es ganz deutlich: Alle Zeiten unseres Lebens sind in Gottes Hand, und er wird uns sicher hindurch führen bis ins Ziel, weil er es uns in seinem Wort versprochen hat.
Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Johannes 16,33

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