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Trost

Text und Foto von Jana am 03. Oktober 2026

Ich bin entmutigt und hadere mit Gott; spreche offen mit ihm.
Ich klage ihm meine Fragen, meinen Unmut und meine Schmerzpunkte. Es gibt so viele Dinge, die ich nicht verstehe:
Persönliche Situationen, die nicht wie erwartet ausgegangen sind, obwohl ich über mehrere Monate und Jahre speziell dafür gebetet habe.
Beim Mondspaziergang stoße ich auf Worte, die ich über dem Altar einer Kirche lese:
„Jesus Christus spricht: Seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ -Fürchte dich nicht. Sei getrost- immer wieder kommen mir diese Worte in den Sinn.
Gott lädt mich ein Frieden in IHM zu finden- inmitten meiner Fragen und Umstände mich in Ihn hineinzulehnen und Ruhe zu finden; wohl wissend darüber, dass Er die Kontrolle hat. Gott hat die Welt überwunden. Das zu wissen tröstet mich, denn Gott steht über Allem.
Er ist mein Schöpfer, der den Weit- und Überblick hat. Er ist Gott- und ich bin es nicht.
Fühle ich es immer? Nein.
Verstehe ich es immer? Nein.
Werden meine Fragen, Nöte und Herausforderungen immer sofort gelöst? Nein.
Aber ich höre nicht auf meinem Gott zu vertrauen, dass Er es gut meint.
Immer wieder möchte ich sagen: mein Schöpfer und mein Vater, ich vertraue Dir aufs Neue.

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Ich war nie eine wirklich starke Person

Text und Bild von Jacky am 25. September 2026

Ich war nie eine wirklich starke Person. Vielleicht überrascht das jetzt viele.
Ich tue Dinge aus dem Drang, sie zu tun und das ist vielleicht eher Starrsinn als Stärke.
Ich gebe aber auch manchmal noch immer da nach, wo es nicht sein müsste. Und verliere manchmal so meine Stimme.
Vielleicht tun wir das alle ja manchmal ein wenig.
Ich aber möchte authentisch sein. Die sein, die Gott mich macht mit allen Ecken und Kanten, und meiner Stimme.
Und ich frag mich manchmal: Ist das Eingestehen der eigenen Schwäche vielleicht doch Stärke?
Herr, was kann ich dir anbieten außer meiner Schwäche?
Und er antwortet:
„Meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.”
— 2. Korinther 12,9

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Was mich ein Hibiskus zum Thema „Geduld“ lehrte

Text und Foto von Dotti am 18. September 2026

Seit über 8 Jahren lebt bei mir ein Hibiskus, den ich mir als Ableger von meiner Mutter geholt habe. Ihrer hängt jedes Jahr voller Blüten und so habe ich hoffnungsvoll das kleine Pflänzchen ins Wasser gestellt und später eingetopft. Der Hibiskus setzte seine winzigen Wurzeln an, wuchs, wurde größer und größer und wird jedes Jahr umgetopft. Als Grünpflanze funktioniert er also, einziges Problem: es gibt keine Blüten. In all den Jahren, in denen ich diese Pflanze schon versorge, hat sie erst zweimal eine Blüte getragen.

Trotzdem werfe ich sie nicht weg. Sie wird gehegt, gepflegt, gegossen, beschnitten, umgetopft und bei jedem Umzug mitgenommen (inzwischen hat sie sogar einen Namen).

Sie funktioniert also nicht so, wie ich es gern hätte, aber dennoch behalte ich sie, weil ich weiß, dass irgendwann der Tag kommt, wo meine Geduld belohnt werden wird. Wie auch diesen Sommer, wo sie mich mit einer großen Blüte überraschte. Ich habe mich so sehr über diese eine Blüte gefreut, dass ich allen davon erzählt habe!

Das erinnert mich an einen Vers aus der Bibel: „Der Herr ist barmherzig und mit Liebe erfüllt, voller Gnade und großer Geduld. (Psalm 103,8)“.

Gott geht mit mir so um, wie ich mit meinem Hibiskus. Ich bin nicht perfekt, ich erreiche vielleicht nicht immer das angestrebte Ziel, manches mal scheine ich bockig oder nicht zu gebrauchen zu sein. Aber Gott geht trotzdem mit mir meinen Weg zusammen in meinem Tempo und kümmert sich um mich. Und ich bin sicher, seine Freude ist groß, wenn ich dann doch das eine oder andere Ziel erreiche und nicht aufgebe.

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Teamarbeit

Foto, Text und Vortrag von Danny am 11. September 2026

Als Lehrer soll ich Schülern unter anderem Teamarbeit beibringen, was allein deswegen schon ironisch ist, weil Lehrer in den meisten Fällen Einzelkämpfer sind. Abgesehen davon sind all die üblichen Motivationsreden zur Teamarbeit bei Schülern doch nur Worthülsen.
„Gemeinsam sind wir stark.“
Das erleben die meisten Schüler anders. Da wird T.E.A.M. schnell zu einem Akronym und heißt nur „Toll, ein anderer machts!“ Teamarbeit ist meist nur Theorie.
Was verbindet Menschen wirklich? Was hält über den Wunsch nach guten Noten hinaus?
In Gottes Team stimmt der Satz. Da gilt wirklich „Toll, ein anderer machts!“ „Durch ihn wird der ganze Leib zu einer Einheit. Und jeder Teil erfüllt seine besondere Aufgabe und trägt zum Wachstum der anderen bei […].“ Epheser 4,16. Wer zu dieser Einheit gehört, ist keine leere Hülse. In ihm lebt der eine Gott. So wird man ein Team. Durch den einen, der uns Kraft und ein gemeinsames Ziel gibt. „Auf diese Weise sollen wir alle im Glauben eins werden […].“ Epheser 4,13.

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