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Freundesbuch

Text und Illustration von Dotti am 24. April 2026

Ich habe eine Freundin, die Linda heißt. Sie ist Köchin in dem Werk, in dem seit gut einem Jahr an der Rezeption arbeite. Neulich kam Linda bei mir vorbei und drückte mir ein „Freundebuch für Erwachsene“ in die Hand und bat mich, eine Doppelseite auszufüllen. Kennt ihr noch die Freundebücher aus der Schule? Ganz früher hatte ich auch Poesiealben. Dass es so etwas für „große Kinder“ auch gibt, wusste ich nicht. Ich liebe alles daran. Erstmal: ich teile mich gern mit. Ich freue mich, von meinem Alltag zu erzählen, die Dinge die mir wichtig sind, was mir gefällt und was mich berührt. Des Weiteren habe ich ein Faible für Dinge aus der Kindheit, ich bin für mein Alter auch noch relativ verspielt. Drittens fand ich es wunderschön, dass ich Linda so wichtig war, dass ich in dieses Buch reinschreiben durfte. Das bedeutete, ich bin ihr wichtig und sie zählt mich zu ihren Freunden. Ich hat mir großen Spaß gemacht, in dieses Buch zu schreiben.
Seit ich mich für ein Leben als Christin entschieden habe, weiß ich, dass ich Jesu Freundin bin. Ich bin ihm wichtig und ich darf ihm alles erzählen. Auch wenn er nicht direkt antworten kann wie meine Freundin Linda, verändert es dennoch etwas, wenn ich bete. Ich merke, dass das, was ich ihm erzähle, nicht ohne Folgen bleibt. Jesus sagte kurz vor seiner Kreuzigung zu seinen Jüngern, dass er keine Diener aus ihnen machen wollte, sondern Freunde (nachzulesen in Johannes 15). Er hat sich drei Jahre für sie Zeit genommen und sie durften ihn in dieser Zeit gründlich kennenlernen. Ich darf schon viel länger in Jesu „Freundebuch“ reinschreiben und das hilft mir jeden Tag.

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Große Berge, kleine Menschen

Geschrieben und vorgetragen von Danny 17. April 2026

Wenn ich den Himmel betrachte und das Werk deiner Hände sehe – den Mond und die Sterne, die du an ihren Platz gestellt hast –, wie klein und unbedeutend ist da der Mensch und doch denkst du an ihn und sorgst für ihn! (Psalm 8,4-5)
Nach langem durfte ich endlich wieder einmal Berge sehen. Gewaltige Massen von Stein, deren Furchen davon zeugen, dass sie einst unter Wasser gelegen haben müssen. Gebilde aus hartem Stein, zusammengeschoben, als würde ein Kind am Strand eine Sandburg bauen.
Staunend wanderte ich auf diesen kolossalen Brocken. Ein kleiner Mensch auf so unendlicher Weite, das man sich leicht darin verlieren kann, und doch bin ich weder verloren noch vergessen. Die Landschaft meiner Zellen, Gene und Gedanken ist für mich zerklüftet wie die Weite vor mir, und doch weiß ich; der die Berge verschiebt und kennt, weiß auch über mich Bescheid, besser als ich es selbst je tun werde. Und ich komme zum Ziel, selbst, wenn ich den Weg nicht weiß, den Gipfel nicht sehe oder den Halt verliere.
„HERR, unser Herrscher, herrlich ist dein Name auf der Erde!“ (Psalm 8,10)

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Ins Herz sehen

Ins Herz sehen

Text und Video von Ute am 03. April 2026

seit Kurzem habe ich eine neue und schöne künstlerische Herausforderung entdeckt: Personen zu malen, die ich oft nicht persönlich kenne. Es macht mir große Freude, die Person vorab zu sprechen und Skizzen und Fotos von ihnen zu machen. Ich mache mir quasi ein Bild von ihr und versuche anschließend meinen Eindruck von der Persönlichkeit in das Gemälde hineinzulegen.
Über Tage hinweg an der Staffelei fühlt es sich auch an, als nähere ich mich dieser Person; ein spannender Prozess.
Doch mir wird auch klar, als Mensch sehe ich bloß was vor Augen ist. Nur Gott allein sieht in unsere Herzen hinein, und Jesus Christus war aus Liebe zu uns bereit, unsere Sünden auszulöschen und an unserer Stelle zu sterben, wenn wir bereit sind, zu ihm zu kommen und um Vergebung zu bitten.
“Als wir Gott noch feindlich gegenüberstanden, hat er uns durch den Tod seines Sohnes mit sich selbst versöhnt. Wie viel mehr werden wir, da wir jetzt Frieden mit Gott haben, am Tag des Gerichts bewahrt bleiben, nachdem ja Christus auferstanden ist und lebt.” Römer 5:10

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Schwachheit

Text und Foto von Eunicia am 27. März 2026

Den letzten Sonntag ergab sich für mich die Möglichkeit, mein Zuhause – meine Familie und meine Heimatgemeinde wiederzusehen. Es erweckte in mir Gefühle von Freude, wohlbekannte Gesichter zu sehen, Vertrautheit, Freunde in die Arme zu nehmen, und Dankbarkeit, die Zeit mit ihnen zu verbringen. Ganz besonders horchte ich der Predigt auf, die das Thema „Kraft der Schwäche“ beinhaltete – was für ein Paradox, dachte ich mir?
Und so oft ich es schon in der Vergangenheit hörte, so oft vergaß ich auch wieder schnell diese Worte. In einer Welt, in der jeder auf seine Stärke beharrt, ist Schwachheit oft mit dem Gefühl von Scham behaftet. Und in diesem Moment, dort inmitten der Menschen, zwischen der Predigt und den eigenen aufkommenden Gedanken, wurde mir das des Öfteren beklagte Gefühl meiner Begrenztheit bewusst – und doch auch der eigentliche Segen, der in meiner Schwachheit ruht.
In dieser kurzen Zeit kam die in mir verstaubte und vergessene Wahrheit wieder zum Vorschein: die so bedeutsame Erkenntnis, dass Gottes Kraft und meine menschliche Schwäche – ja, meine Begrenztheit, die mir in letzter Zeit doch so deutlich vor Augen ist, kein Widerspruch sind. Es braucht meine menschliche Schwäche, damit Gottes Kraft und Herrlichkeit sichtbar werden. Die Schwachheit, die Herausforderungen – ja, sie haben das Potenzial zum Wachstum.
Und mir kam ein Vers vor Augen, der seit langem einmal wieder meine Aufmerksamkeit erregte:
„Auf den kahlen Hügeln lasse ich Bäche hervorbrechen, und in öden Tälern sollen Quellen entspringen. Ich verwandle die Wüste in fruchtbares Land mit Teichen und sprudelnden Quellen. Viele Bäume pflanze ich dort an: Zedern, Akazien und Myrten, Ölbäume und Wacholder, Platanen und Zypressen. Wer das sieht, wird erkennen, dass ich, der Herr, hier eingegriffen habe; jeder soll wissen: Der heilige Gott Israels hat dies alles gemacht.“ Jesaja 41,18–20

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