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Autor: Eunicia

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So sollen wir es wagen

Text und Foto von Eunicia am 09. Oktober 2026

Am Montag hatte ich einen Hausarzttermin.
Als ich ins Wartezimmer geschickt wurde, erregten ein christliches Andachtsbuch und eine Bibel meine Aufmerksamkeit. Freudig griff ich danach und fragte mich, warum ich die beiden bei meinen vorherigen Arztbesuchen nie wahrgenommen hatte.
In der morgendlichen Eile, rechtzeitig zu meinem Arzttermin zu kommen, hatte ich mir keine Zeit für meine stille Zeit mit Gott nehmen können. Umso dankbarer war ich, dass ich nun während der langen Wartezeit sein Wort lesen durfte.
Ich schlug die Verse für diesen Tag auf. Sie ermutigten mich und sprachen direkt in meine Situation hinein, in meine Gedanken und in die Fragen, die mich in letzter Zeit begleiten und die ich Gott immer wieder entgegenbringe. Fragen, auf die ich bisher noch keine Antwort gefunden habe.
Und dann blieb mein Blick an einem Satz hängen:
„So sollen wir es wagen, an sein Herz anzuschlagen, getrost und freudig beten, nicht von der Stelle treten.“
– Ernst Gottlieb Woltersdorf
Diese Worte ermutigten mich, im Gebet nicht aufzugeben. Mit all meinen Fragen und Sorgen immer wieder zu Gott zu kommen, auch wenn ich noch keine Antwort sehe.
Manchmal wünschte ich mir, dass Gott mir sofort zeigen würde, wie es weitergehen soll. Doch Glauben bedeutet auch, weiter zu beten und darauf zu vertrauen, dass Gott hört, selbst wenn man noch nicht versteht, was er tut.
„So sollen wir es wagen.“
Ich möchte diese Worte mitnehmen: Ich darf mit allem zu Gott kommen und darauf vertrauen, dass er mich hört. Auch dann, wenn noch nicht alle Fragen beantwortet sind.
Vielleicht muss man nicht immer wissen, wohin der Weg führt. Vielleicht reicht es manchmal, den nächsten Schritt mit Gott zu wagen.

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Ein Tag mit meinem Bruder

Text und Foto von Eunicia am 21. August 2026

Seit zwei Wochen bin ich wieder in meiner Heimatstadt Bielefeld. Ich habe mich sehr darauf gefreut, meine Familie und meine Freunde wiederzusehen.

Letztes Wochenende war ich mit meinem kleinen Bruder bei einem Fußballspiel in Dortmund. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass wir wieder etwas zusammen unternommen haben. Ich war voller Aufregung und Freude, nicht nur wegen des Spiels, sondern auch, weil ich wusste, wie viel es meinem Bruder bedeutet. Meine Familie ist fußballbegeistert, und ihn an diesem Tag so voller Freude und Euphorie zu erleben, war für mich etwas Besonderes.

Nach dem Spiel gingen wir noch zusammen Ramen essen, mein derzeitiges Lieblingsessen. Wir saßen da, haben gegessen und uns einfach unterhalten. Irgendwie fühlte es sich an, als würden wir den ganzen Tag noch einmal gemeinsam durchgehen. Wir verloren uns ein wenig in unseren Gesprächen und in dem Echo dieses besonderen Tages.

Ich bin so dankbar für meine Brüder und für die Zeit, die ich immer wieder mit ihnen erleben darf. Es sind oft die einfachen Momente, die mir besonders im Herzen bleiben.

Auch an diesem Tag war ich Gott dankbar. Dankbar, dass ich diesen Tag erleben durfte, für meinen Bruder, für unsere gemeinsame Zeit und für diese schönen Momente, die ich mit ihm teilen durfte.

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Im Dienst des Herrn

Text und Foto von Eunicia am 03. Juli 2026

Ich besuche seit einer geraumen Zeit das Gospelforum Stuttgart und habe mich nach dem regelmäßigen Empfangen von Gottes Wort, Liebe und Gnade vor Kurzem selbst dazu entschieden, dass es an der Zeit ist, mich dem kirchlichen Dienst des Herrn zu unterstellen. Aus Dankbarkeit heraus möchte ich das geben, was Gott mir jeden Tag zuteilwerden lässt: Liebe.

Der letzte Sonntag war für mich ein ganz besonderer, denn da wurde mir noch einmal bewusst, was es heißt, im Dienst des Herrn zu stehen. Nicht aus eigener Kraft zu leisten und zu schaffen, sondern in und aus der Abhängigkeit vom Herrn zu geben und sich an den Früchten zu freuen, die der Heilige Geist bewirkt. Ich diene jetzt im Produktions- und Medienteam und lerne dabei gerade, eine richtige Kamera im Bereich Video/Livestream zu bedienen- etwas, das ich mir bisher in meiner Heimatgemeinde in Bielefeld nie zugetraut hätte.

Mein Dienst begann schon um 7 Uhr morgens. Nach meinem Probetag durfte ich nun einen weiteren Einblick in diesen Bereich erhalten und wurde weiter eingewiesen. Anschließend folgte der Pre-Service, eine unfassbar schöne Zeit, in der wir Mitarbeiter vor dem eigentlichen Gottesdienst gemeinsam Lobpreis machen und beten. Es ist sozusagen ein kleiner „Vor-Gottesdienst“, bevor der eigentliche Gottesdienst beginnt. Danach hatte ich die Ehre, sowohl im 9:00-Uhr- als auch im 11:00-Uhr-Gottesdienst eine Kamera zu bedienen. Und obwohl ich so unfassbar müde war, durfte ich die Hand Gottes an mir verspüren, der mir die Kraft und die Freude schenkte zu dienen. So wie immer, wenn mir die Kraft fehlt, ist es der Herr, der alles in und durch mich bewirkt. Ich glaube, dass mir bisher kein Dienst so viel Spaß gemacht hat wie der Dienst mit der Kamera, die Momente auf der Bühne einzufangen, um den Menschen vor dem Livestream ein bestmögliches Gottesdiensterlebnis zu ermöglichen.

Ich danke Jesus, dass er mich gebraucht.

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Halbmarathon

Text und Foto von Eunicia am 15. Mai 2026

Am Sonntag durfte ich zum ersten Mal gemeinsam mit dem Running Club: Pacebygrace, meiner Gemeinde einen Halbmarathon bestreiten, eine Erfahrung voller Herausforderungen, aber auch voller Gnade. In der Vergangenheit hatte ich zunächst intensiv trainiert, doch durch verschiedene Umstände ließ mein Training nach. Genau das spürte ich während dieses Laufes deutlich. Als ich an der Startlinie stand und die letzten zehn Sekunden heruntergezählt wurden, war ich dennoch voller Zuversicht, diesen Lauf mit dem Herrn schaffen zu können. Die ersten Kilometer verliefen gut, doch je weiter ich lief, desto stärker merkte ich, wie sehr die Belastung an meinem Körper zog. Schmerzen kamen auf, ebenso eine tiefe innere Müdigkeit. Obwohl ich ohne bestimmte Zeiterwartung gestartet war, fühlte sich dieser Lauf schwerer an als jeder zuvor. Noch nie hatte ein Lauf so sehr an meinen Kräften gezerrt. Innerlich begann ich zu beten. Ich bat den Herrn, meine Füße zu tragen und mir die Kraft zu schenken, die Ziellinie zu erreichen, denn genau das war in diesem Moment mein einziger Wunsch. Viele Gedanken und gemischte Gefühle begleiteten mich auf diesem Weg, doch ich legte alles in Gottes Hände und lief weiter, zu Seiner Ehre. Als ich schließlich die Ziellinie sehen konnte, sammelte ich all meine letzte Kraft und lief voller Hoffnung und Zuversicht dem Ziel entgegen. Dort wurde mir eine Medaille überreicht. Trotz aller Schmerzen und Erschöpfung konnte ich zuerst nichts anderes tun, als dem Herrn zu danken. Denn Er hat mich in diesem Moment getragen und nicht nur dort, sondern mein ganzes Leben lang.

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