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Warum das Wetter uns nie passt
Gedicht und Foto von Danny am 05. Juni 2026
Mal ist es zu heiß, dann wieder zu kalt, die Luft zu schwül, der Wind zu viel, der Himmel zu oft grau. Und selbst, wenn Temperatur, Bewölkung, Luftdruck, Niederschlag und Wind sich einmal meinen Idealen näheren, so findet sich unverzüglich jemand, dem genau dieses Wetter gegen den Strich geht. Und ärgerlicherweise können wir niemandem daran so richtig die Schuld geben, was die meisten jedoch nicht davon abhält, es trotzdem zu tun. Dann ruft man sich zu: „Wer hat denn dieses Wetter bestellt?“, latent hoffend, man könne doch irgendwie irgendwo wirksame Beschwerde einreichen.
Vielleicht aber ist das Wetter ja genauso wie es sein soll. Wir haben nur verlernt, zweierlei zu sehen. Und zwar erstens, wie oft das Wetter bestens passt. Erst vor kurzem war ich bei einem Sponsorenlauf und alle beklagten sich über den Regen. Doch wurden mit der ständig nieselnden Abkühlung mehr Runden geschafft als in der prallen Sonne. Und zweitens übersehen wir, wie das Wetter uns etwas lehrt, was der Zeitgeist allzu sehr erschwert. Denn während wir uns an allen Ecken und Kanten des Lebens einreden, wir könnten die Dinge abrunden und individualisieren, lehrt uns Gottes Schöpfung immer wieder:
„Am guten Tag sei guter Dinge. Und am schlechten Tag bedenke; diesen hat geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht weiß, was künftig sei.“ Prediger 7,14