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Seid untereinander freundlich

Text und Foto von Dotti am 12. Juni 2026

Ich arbeite seit eineinhalb Jahren in einem großen christlichen Werk. Wir sind etwa 90 Mitarbeiter, die Voll- und Teilzeit, aber auch im Ehrenamt vor Ort oder von zuhause aus arbeiten. Ich bin am Empfang und habe daher immer wieder mit den Mitarbeitern zu tun, ob nun persönlich, per Mail oder Telefon. Neulich bekamen meine Kollegin und ich nach einer gelungenen Veranstaltung von der Leiterin eine Packung Duplo geschenkt „Du bist super!“ stand auf der Packung geschrieben und ich habe mich über diese kleine Geste total gefreut. Tatsächlich habe ich, seit ich hier arbeite, immer einen Vorrat Schokoriegel in meiner Schreibtischschublade, um mich zu bedanken oder jemanden zu ermutigen.

Wo viele Menschen verschiedenster Herkunft und Geschichte aufeinander treffen, wo man Hand in Hand zusammen arbeitet, feiert man die gemeinsamen Erfolge und freut sich, wenn etwas gut geworden ist. Aber es  „menschelt“ natürlich, wie überall, wo Menschen zusammen kommen. Es kommt zu Missverständnissen, man versteht einander falsch, reagiert empfindlich oder schätzt die Reaktion des Gegenübers falsch ein. Und ja, ich ärgere mich auch über andere.

Das Schöne dabei ist, dass wir nach einer Auseinandersetzung aufeinander zugehen und vergeben können. Konflikte werden nach Möglichkeit so schnell es geht geklärt und Frieden untereinander geschaffen. Wir halten uns da an Paulus, der im vierten Kapitel des Epheserbriefes an die Gemeinde in Epheser schreibt: „Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Vers 17). Mich ermutigen diese Worte immer wieder und helfen mir dabei, nicht nachtragend zu sein. Ebenso ist es mir wichtig, andere zu loben und mich mit ihnen zu freuen, wenn sie Erfolg haben. Manchmal reicht etwas ganz Simples, um jemanden etwas Gutes zu tun.