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Das Licht in meiner Hand
Text und Foto von Jacky am 01. Mai 2026

Im Dezember letzten Jahres eröffneten wir unser Atelier. Mitten in der Vorweihnachtszeit, mitten im Dunkel der kürzesten Tage. Jemand schenkte mir an diesem Abend eine Kerze.
Ich hab sie genommen und hielt innerlich kurz inne, weil ich sofort an diesen einen Satz aus der Bibel gedacht habe:
„Ihr seid das Licht der Welt. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet sie allen, die im Hause sind. Matthäus 5,14–15
Dann, letzte Woche, während der Eröffnung unserer Ausstellung Nachtansichten im Historischen Museum, hat mir wieder jemand etwas geschenkt. Diesmal ein kleines Häuschen mit einem Licht darin. Ich hab es in der Hand gehalten und ich erinnerte mich wieder an den Vers.
Zwei verschiedene Menschen. Zwei verschiedene Momente. Das gleiche Symbol.
Ich glaube, manchmal sagt Gott Dinge nicht mit Worten. Manchmal sagt er sie durch eine Kerze, die jemand mitbringt. Oder durch ein kleines Häuschen, das leuchtet.
Was mich an diesem Bild so berührt: Jesus sagt nicht, wir sollen ein Suchscheinwerfer sein. Er sagt, dass es auch eine Kerze sein darf. Etwas Kleines, das Wärme gibt. Das flackert, ja, manchmal – aber eben auch leuchtet. Und das nicht für sich selbst, sondern für alle im Haus.
„Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht überwältigt. Johannes 1,5
Vielleicht ist das ja genug. Einfach dort zu leuchten, wo man ist.