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Autor: Jacky

„When you wish upon a star”

„When you wish upon a star” ✨

Text und Foto von Jacky am 13. März 2026

Ich weiß manchmal nicht, ob das da oben Sternschnuppen sind oder Raketen.

Und ich glaube, genau das ist das Gefühl dieser Zeit. Diese Ungewissheit, die sich in die Brust setzt und fragt: Was passiert gerade? Was kommt noch? Was kann ich überhaupt tun?

Manchmal sitze ich da und scrolle und lese und fühle mich so klein. So hilflos. Als ob die Welt gerade in einer Sprache spricht, die ich nicht ganz verstehe — aber ahne, dass sie wichtig ist.

Letztens saß ich trostlos im Zug. Einer dieser Momente, wo man nicht weint, aber auch nicht wirklich atmet. Dann lag da ein kleiner christlicher Flyer auf dem Sitz. Ich weiß nicht warum, aber ich hab ihn aufgehoben.

Gott tut das immer wieder. Er flüstert, wenn ich zu laut bin, um zu hören. Er schickt kleine Dinge, die sagen: Ich bin noch hier.

„Der Herr aber ist treu. Er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren.” — 2. Thessalonicher 3,3

Ich will ehrlich sein: Das ist manchmal schwer zu glauben. Wenn die Nachrichten schwer sind. Wenn die Bilder zu viel sind. Wenn man nicht weiß, wie man beten soll, weil man nicht mal weiß, wofür genau.

Aber vielleicht ist genau das auch Glaube. Nicht das sichere Wissen. Sondern das Festhalten, auch wenn man nicht sieht.

Ich wünsche mir, dass das da oben Sternschnuppen sind. 🌠Und ich versuche, zu vertrauen, dass Gott das weiß — auch wenn ich es nicht tue.

Wie geht es euch gerade? Habt ihr auch Momente, wo ihr einfach nicht wisst, wie ihr mit allem umgehen sollt? 🤍

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Prone to wander, Lord I feel it

Prone to wander, Lord I feel it

Text und Video von Jacky am 23. Januar 2026

„Prone to wander, Lord I feel it
Prone to leave the God I love
Here’s my heart, oh take and seal it
Seal it for Thy courts above

Here’s my heart Oh take and seal it
Seal it for Thy courts above“
– Come Thou Fount of Every Blessing

Heiligkeit beginnt für mich nicht dort, wo ich meine Neigung zum Weglaufen leugne, sondern dort, wo ich sie Gott hinhalte. Prone to wander – diese Zeile trifft mich, weil sie etwas beschreibt, das ich täglich kenne. Nicht als bewusste Abkehr, sondern als stilles Vergessen im Alltag. Termine, Gedanken, Arbeit – und plötzlich merke ich: Mein Herz ist wieder woanders gewesen.
Gestern wurde mir das auf eine unerwartete Weise bewusst. Ein Mann war bei mir im Atelier, den ich vorher nicht kannte. Er erzählte mir, dass er über Instagram auf mich aufmerksam geworden ist – und dass der Weg dorthin über meinen Pastor führte. Eine dieser kleinen Begegnungen, die man leicht übersehen könnte. Und doch hat sie mich innehalten lassen. Nicht, weil sie spektakulär war, sondern weil sie mich daran erinnert hat, wie leise und verlässlich Gott oft wirkt. Wie sehr er Fäden zieht, während ich gedanklich ganz woanders bin.
Auch wenn ich täglich wandere, mich verliere, Gott im Trubel des Alltags vergesse, zeigt er mir immer wieder: Ich bin nicht führungslos. Ich bin geleitet. Nicht, weil ich so aufmerksam wäre, sondern weil er treu ist. Dieses Lied erinnert mich genau daran. Here’s my heart – kein fest verankertes, kein immer waches Herz, sondern eines, das immer wieder zurückfindet. Und dafür bin ich dankbar.
Vielleicht liebe ich dieses Lied gerade deshalb so sehr, weil es nichts beschönigt. Prone to wander, Lord, I feel it – ja, ich fühle es. Immer wieder. Und doch bleibt es nicht bei dieser Erkenntnis stehen. Es endet nicht beim Weglaufen, sondern bei der Hingabe: Here’s my heart. Nicht mein Durchhaltevermögen, nicht meine geistliche Konsequenz, sondern mein Herz.
Wenn ich an die Begegnung im Atelier denke, wird mir genau das neu bewusst. Während ich innerlich oft abgelenkt bin, während mein Herz wandert, wirkt Gott weiter. Still, verbindend, leitend. Take and seal it – vielleicht ist das mein eigentliches Gebet. Nicht, dass ich weniger wandere, sondern dass Gott mein Herz bewahrt, selbst wenn ich es nicht schaffe.
Und so wird dieses Lied für mich zu einer Erinnerung: Ich bin unterwegs, ja. Aber ich bin nicht verloren. Ich bin gehalten. Und eines Tages wird das Wandern enden – for Thy courts above. Bis dahin darf ich immer wieder sagen: Hier ist mein Herz. Nimm es. Versiegle es. Und führe mich nach Hause.

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Der Schlüssel zu neuen Wegen

Der Schlüssel zu neuen Wegen

Text und Bild von Jacky am 05. Dezember 2025

Ein Blick auf den Himmel und die Kunst

Vor kurzem ist meine Tante verstorben, sie war nicht nur eine geliebte Verwandte, sondern auch meine größte Unterstützerin und meine wichtigste Mentorin, wenn es um meine Kunst ging. Und gerade jetzt, nach ihrem Abschied, verspüre ich umso mehr den Drang, weiterzumachen, mein kreatives Schaffen mit voller Hingabe zu leben.

Ich stelle mir vor, dass sie irgendwo dort oben, bei Jesus, weiterhin stolz auf mich schaut. Und ich spüre in mir, dass ich ihr in dieser Welt noch etwas zu beweisen habe – dass ich ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre Liebe in meinem Werk und meiner Kunst zu ehren weiß. Das ist eine Herausforderung, die ich mit Hoffnung und Entschlossenheit annehme.

Der goldene Schlüssel symbolisiert für mich zwei Dinge: Zum einen steht er für die Tür, durch die meine Tante gegangen ist – die Tür zum Himmelsreich, von der wir wissen, dass wir sie eines Tages alle wieder betreten dürfen. Und zum anderen ist er für mich der Schlüssel zu einem neuen Atelier, zu einem neuen Kapitel meines Lebens, in dem ich mich als Künstler weiterentwickeln werde. Ein Ort, an dem ich mich kreativ entfalten und in ihr Andenken leben kann.

Ich glaube fest daran, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden – und dass Jesus uns alle in sein Himmelsreich aufnimmt. Wie es im Johannesevangelium heißt: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: ‚Ich gehe hin, um einen Platz für euch vorzubereiten‘? Und wenn ich hingehe und euch einen Platz bereite, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ (Johannes 14,2-3)

Dieser Vers gibt mir Trost und Hoffnung, dass der Abschied von meiner Tante nicht für immer ist – dass wir uns eines Tages in der Gegenwart Gottes wiederfinden werden. Bis dahin werde ich weiter an meiner Kunst arbeiten, um in ihrem Andenken zu leben und ihr Vertrauen in mich zu ehren.

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Kunst als Inspiration im Glauben

Kunst als Inspiration im Glauben

Text und Foto von Jacky am 17. Oktober 2025

„Herr, wohin sonst sollten wir gehen?“ – Gedanken zwischen Bibel und Musik
Ich glaube, dass Gott sich auch durch Kunst zeigt – nicht als Ersatz für sein Wort, sondern als Resonanzraum. Als Echo seiner Wahrheit in den Tiefen unserer Seele.
Wenn ich also frage: „Herr, wohin sonst sollten wir gehen?“ – Dann finde ich die Antwort manchmal in einem Vers. Und manchmal in einem Lied, das mich daran erinnert, warum ich diesen Weg gehe.
Ein Lied kann manchmal mehr ausdrücken als eine Predigt. Eine Melodie kann trösten, herausfordern oder einfach ein stilles „Ich bin da“ sein. Wenn ich etwa Zeilen höre wie:
„Wohin sonst sollten wir gehen? Wo auf der Welt fänden wir Glück?“(Albert Frey)
…dann, merke ich, wie diese einfache Frage mein Innerstes trifft. Nicht nur als poetischer Ausdruck, sondern als tiefes Glaubensbekenntnis. Es ist ein Lied, das den Bibelvers aus Johannes 6,68 nicht nur wiedergibt, sondern lebendig macht.
Ich glaube, Gott redet durch viele Wege. Natürlich vor allem durch sein Wort – klar und verlässlich. Aber manchmal braucht es ein Bild, eine Melodie, ein Gedicht, das die Tür zu diesem Wort aufstößt. Kunst wird dann nicht zum Ersatz, sondern zur Einladung.
Wenn ich male, schreibe oder einfach Musik höre, ist das für mich auch eine Form von Gebet. Ein ehrliches, suchendes, manchmal auch schweigendes Gebet. Und manchmal ist es eben ein Lied, das mich daran erinnert, dass ich bei Jesus bleibe – nicht, weil ich alles verstehe, sondern weil ich weiß: Er hat Worte des ewigen Lebens.

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