Autor: Danny

Wenn sie fehlt

Wenn sie fehlt

Ein Gedicht und Foto von Danny am 02. Dezember 2022

Vor kurzem durften meine Schüler Gedichte schreiben, inspiriert von 1Korinther 13. Ich selbst schrieb auch eins und stellte erneut fest, wie wichtig es ist, das eines nicht fehlt.

Wenn sie fehlt

Wie das Wetter, wenn ihm Wärme fehlt

Wie die Nacht, die kein Licht erhellt

Wie der Kummer, wenn kein Lachen erklingt

Wie die Stille, weil niemand singt

Wie die Leere, die niemand füllt

Wie das Kunstwerk, das niemand enthüllt

Wie Verzweiflung, weil Hoffnung flieht

Wie die Einsamkeit, weil niemand dich sieht

So ist das Leben ohne Liebe

Sie ist das Handeln ohne Herz

So sind die allergrößten Siege

Nur durch die Liebe noch von Wert

„Wenn ich […] mit Engelszungen reden könnte, aber keine Liebe hätte, wäre mein Reden nur sinnloser Lärm wie ein dröhnender Gong […]. Wenn ich […] alle Geheimnisse der Welt wüsste […] und wenn ich einen Glauben hätte, der Berge versetzen könnte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Wenn ich alles, was ich besitze, den Armen [geben] würde, […] aber keine Liebe hätte, wäre alles wertlos.“ 1.Korinther 13,1-3

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Der Weg

Der Weg

Ein Gedicht und Video von Danny am 26. August 2022

Vor mir führ’n verschlung’ne Pfade
Immer tiefer in den Wald
Und ich folge diesen Pfaden
Ohne Rast und ohne Halt

Immer weiter weg vom Alltag
Will ich Abenteuer sehen
Immer näher an das Herz
Lasse ich mich tiefer ziehen

Die festen Pfade mögen enden
Wollt‘ eh nicht auf dem Holzweg sein
Steige auf über die Grenzen
Und seh‘ den Pfad nur noch ganz klein

Will Wege gehen, die es nicht gibt
Will wagen, dass ich mich verlier‘
Damit ich sehe, wer ich bin
Muss ich manchmal weg von mir

Wie tief reichen manche Wurzeln?
Wo entspringt des Baches Quell‘?
Woher komm‘ ich, wohin geh‘ ich?
Was macht meine Wege hell?

Bin begeistert von der Wildnis
Und berührt von der Gefahr
Vergesse meine Sorgen
Bin ich der Schöpfung wieder nah

Und bin ich tief darin verwoben
Als ein Teil vom großen Ganzen
Wende ich den Blick nach oben
Möchte mit dem Schöpfer tanzen

„Wer ist es, der den HERRN fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.“ Psalm 25,12

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Woher weiß ich, dass ich glaube

Woher weiß ich, dass ich glaube

Ein Gedicht und Foto von Danny am 08. Juli 2022

Woher weiß ich, dass ich glaube

Wenn mein Herz so wenig spürt?

Woher weiß ich, dass ich wachse

Wenn so klein mein Geist sich fühlt?

Liegt der Fehler wohl bei mir?

Ist mein Wesen so verkehrt?

Warum höre ich nichts von dir?

Was ist es, das dich stört?

Wieder fange ich von vorne an

Such wo der Fehler liegt

Doch komm‘ ich einfach nicht voran

Und meine Angst obsiegt

Und endlich gebe ich es auf

Mir deine Gnade zu verdienen

Wieder stößt du mich darauf

Du willst mich zu Dir ziehen

Darum weiß ich, dass ich glaube

Auch wenn ich nicht immer fühl‘

Das sind die Zeiten, wo ich wachse

Wachse hin zu dir, zum Ziel

„Hieran erkennen wir, dass wir in der Wahrheit leben und Gott voller Zuversicht begegnen können, selbst wenn unser Herz uns verurteilt. Denn Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles.“ 1. Johannes 3,19f

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Auf die Plätze!

Auf die Plätze!

Gedicht und Vortrag und Foto von Danny  am 20. Mai 2022

Kennen wir nicht alle dieses Gefühl, dass es Zeit wird, wieder durchzustarten, aber Sorgen halten uns zurück? Und sind die vielen Sorgen nicht manchmal schon zu einer willkommenen Ausrede geworden, uns den Herausforderungen nicht mehr stellen zu müssen?

Die folgende Geschichte erzählt von solchen Bedenkenträgern.

„Auf die Plätze!…“

Alle waren bereit für den Lauf. Durchstarten. Alles geben. Gewinnen.

„Halt!“, ertönt es von der Seite. Erstaunte Blicke trafen eine ernste Miene. „Sicherheit zuerst! Sind auch alle Schuhe zu?“ Hastig kontrollieren die Kinder ihre Treter. Der junge Trainer guckt verlegen zu dem älteren Kollegen. Er hat ja Recht. Sicherheit geht vor. Kein Kind hatte offene Schuhe. Aber besser einmal mehr als zu wenig kontrollieren, oder?

„Auf die Plätze! Fertig!…“

Freude auf den Gesichtern der Kinder. Sie wollen laufen. Alles geben.

„Moment!“ Die Freude gefriert. Hoffentlich hält sie an. „Gehen wir einmal alles durch! Die Sonne scheint. Tragen alle eine Kopfbedeckung?“ „Der Weg führt durch den Schatten“, ruft der junge Trainer dem Kollegen zu. Der zieht eine Augenbraue hoch, als wisse der junge Trainer nichts über die Hartnäckigkeit von Sonnenlicht. Die Kinder aber halten alle ihre Mützen hoch oder zeigen auf den Mützenschirm.

„Können wir dann?“, fragt der junge Trainer. „Sind denn auch alle eingecremt?“ Die Gegenfrage klingt wie eine sich senkende Bahnschranke. „Zwei Mal!“, antworten die Kinder. Der alte Trainer ist nicht zufrieden. Plötzlich ruft das erste Kind, dass ihm langweilig sei. Sein Freund brummt mit.

Der junge Trainer wird unruhig. Der Alte fragt: „Und ist die Strecke ordentlich abgesichert?“ „Wir laufen dieselbe Strecke durch den Wald, die wir im Training immer laufen.“ „Durch den Wald?“, kommt es empört zurück. Die Kinder ahnen schon, worauf das hinausläuft. Mal wieder nur Training in der Halle. Sicherheit geht vor. Dem kommen alle nach. Schon dreht sich der alte Trainer um und winkt den Kindern zu, ihm zu folgen.

„Auf die Plätze!…“ Alle drehen sich um zum jungen Trainer.

„Fertig!“ Sie sehen es in seinen Augen und machen sich bereit! „Was tust du denn?“, ruft der Alte. „Die Sicherheit hinter uns lassen!“ ruft der Trainer. Dann klatscht er. „Los!“

„Ich will vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir. Mit aller Kraft laufe ich darauf zu, um den Siegespreis zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit.“ (Philipper 3,13b)

„Passt auf, dass ihr euch [nicht] durch die Sorgen des Alltags vom Ziel ablenken lasst!“ (Lukas 21,34)

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