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Nicht durch Macht, nicht durch Kraft

Nicht durch Macht, nicht durch Kraft

Geschrieben von Birgit am 09. April 2021

 

Prüfungen sind heftig. Und manche Prüfungen sind so heftig, dass man selber nicht mehr weiterweiß. Dass ich einen mächtigen Gott an meiner Seite habe, der meine Bitten hört und erhört, ist wohl eine der besten Erkenntnisse, die ich im Leben bekommen konnte.
Da, wo ich nicht mehr weiterweiß, und nur Schwierigkeiten sehe, da ist für Gott kein Ding unmöglich.
Als ich als junge Referendarin eine Vorführstunde ziemlich vermasselt hatte, erfuhr ich, dass mein Direktor hinter meinem Rücken schlecht über mich sprach und auch gegenüber meinen Ausbildern klar zum Ausdruck brachte, dass ich das 2. Staatsexamen wohl nicht schaffen würde. Ich fühlte mich ohnmächtig, traurig und verloren.

Aber Gott erinnerte mich an einen Vers aus Lukas 6,28: “Bittet Gott um seinen Segen für die Menschen, die euch Böses tun, und betet für alle, die euch beleidigen.“

So fing ich an für meinen Direktor zu beten, ihn zu segnen, und konnte ihm echt vergeben, dass er über mich so viel Negatives geredet hatte. Und es ging wirklich nur mit Gottes Kraft, dass ich ihm danach ohne Bitterkeit und mit Freundlichkeit begegnen konnte.

Am Ende absolvierte ich mein 2. Staatsexamen mit Erfolg. Von Seiten der Schule, also auch vom Direktor, bekam ich eine sehr gute Note. Er wollte mich sogar anschließend an der Schule als Lehrerin behalten!
Bei Gott ist einfach kein Ding unmöglich…, hört einfach in mein folgendes Lied „Not by power not by might“ rein….

 

Spaziergang mit dir

Spaziergang mit dir

Geschrieben von Ute am 02. April 2021

 “Rohbau” Tuschezeichnung

 

Von anderen befreundeten Christen höre ich oft, dass ein »Gebetsspaziergang« für sie eine besondere Zeit mit Gott bedeutet.

Wenn ich spazieren gehe, gelingt es mir aber nicht so gut, mich beim Gehen aufs Beten zu konzentrieren. Entweder lasse ich mich dabei schnell ablenken, oder ich vergesse einfach, dass ich beten wollte.

An diesem Morgen will ich nur kurz rausgehen, um Sauerstoff zu tanken, und anschließend will ich mir noch Zeit fürs Gebet nehmen.
So gehe ich in den Park und atmete die Märzluft tief ein und aus.

Zwischen den noch kahlen Bäumen habe ich den Blick auf den Rohbau eines Hauses. Die Arbeiten sind bereits am Dach angekommen – wow, wie fleißig seit dem letzten Mal daran weitergebaut worden ist, beeindruckt mich. Und was habe ich in der Zwischenzeit gemacht?

Während ich um das Haus herum gehe, öffnet sich mein innerer Blick, und ich sehe die Vorfreude der Menschen, die bald schon in dieses Haus und in eine der Wohnungen einziehen können. Das fühlt sich nach Zukunft an. Über alle Fragen hinaus. Ich bleibe an diesem Punkt stehen und schließe die Augen. Das ist er, der Moment mit Gott. Transparent und deutlich, es gibt Hoffnung, Neues entsteht. Auch für mich.

Ich öffne die Augen und gehe weiter. Links steht eine Baumgruppe. Tok, tok, ein kleiner Specht sitzt oben und hämmert ins Holz. Um ihn herum in den Ästen zwitschern, hüpfen und fliegen einige Vögel. Die Arbeiten im Frühling sind im vollen Gange, und ich bin so umgeben davon, dass ich fast schwanke.
Und an diesem grauen Montagvormittag hätte ich dich fast übersehen.

Wer ich bin

Wer ich bin

Geschrieben von David am 26. März 2021

Zeichnung von meiner Ehefrau Lisa.

Besonders in den Momenten, wo ich Angst habe,
in die falsche Richtung zu gehen,
zu stolpern oder mich zu verlaufen,
oder ich mich einfach nicht entscheiden kann,
welcher Weg der richtige ist und ich furchtsam und unsicher bin,
sagst du zu mir:
»Schau auf und heb dein Kinn.
Schau auf und erkenne wer ICH wirklich bin.«

Und ich spür in meinem Herzen, du HERR, du bist mitten drin
und du erinnerst mich daran,
wo ich bin.

Also knie ich nieder vor dir
und lege dir alles hin,
denn du ordnest meine Gedanken und gibst mir einen neuen Sinn.
Und ich weiß wieder wer ich bin.

Versorgt

Versorgt

Geschrieben von Jana am 19. März 2021

Vor einigen Wochen hatte ich ein außergewöhnliches Erlebnis:

„Hilfe, Hilfe!“ schreie ich aus vollem Hals, das erste Mal ernsthaft in meinem Leben. Überall Wasser. Überall. Ich halte den abgebrochenen Zapfhahn in meinen Händen und sehe nur das Loch, mir gegenüber, direkt in der Wand und Wasser, soweit das Auge reicht. Voller Wucht strömt das Wasser mit seinem gesamten Druck auf mich zu und hört einfach nicht auf. Ich bin vollkommen fassungslos und schockiert. Ich triefe.

An diesem Abend versuche ich das Wasserschaden-Erlebnis irgendwie zu verarbeiten. Dabei kommen mir diese Worte in den Sinn: „Besorgt? Versorgt, denn Er sorgt.“

Ich stelle fest, dass das Wort „versorgt“ „er sorgt“ in sich trägt und ich fange an tiefer über diese Worte und deren Bedeutung für mich persönlich nachzudenken. Dankbarkeit erfüllt mein Herz und ich fange an Gott zu danken, dass er mir heute Hilfe geschickt hat:

Meine Hilfeschreie wurden im Haus gehört, so konnte der Haupthahn gefunden und abgestellt werden. Der mit Wasser vollgefüllte Keller konnte ausgeschöpft und trocken werden. Alle Möbelstücke und Sachen konnten getrocknet werden. Der Klempner musste die Wand, die er ursprünglich aufbohren wollte, Gott sei Dank, nicht aufbohren und konnte einen neuen Zapfhahn anbringen.

Ich durfte wirklich praktisch erleben, dass liebe Menschen und ihre Hilfe für mich zur richtigen Zeit da waren. Ich wurde versorgt, denn Er, mein liebender Gott, hat für mich gesorgt.