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Der Schlüssel zu neuen Wegen

Der Schlüssel zu neuen Wegen

Text und Bild von Jacky am 05. Dezember 2025

Ein Blick auf den Himmel und die Kunst

Vor kurzem ist meine Tante verstorben, sie war nicht nur eine geliebte Verwandte, sondern auch meine größte Unterstützerin und meine wichtigste Mentorin, wenn es um meine Kunst ging. Und gerade jetzt, nach ihrem Abschied, verspüre ich umso mehr den Drang, weiterzumachen, mein kreatives Schaffen mit voller Hingabe zu leben.

Ich stelle mir vor, dass sie irgendwo dort oben, bei Jesus, weiterhin stolz auf mich schaut. Und ich spüre in mir, dass ich ihr in dieser Welt noch etwas zu beweisen habe – dass ich ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und ihre Liebe in meinem Werk und meiner Kunst zu ehren weiß. Das ist eine Herausforderung, die ich mit Hoffnung und Entschlossenheit annehme.

Der goldene Schlüssel symbolisiert für mich zwei Dinge: Zum einen steht er für die Tür, durch die meine Tante gegangen ist – die Tür zum Himmelsreich, von der wir wissen, dass wir sie eines Tages alle wieder betreten dürfen. Und zum anderen ist er für mich der Schlüssel zu einem neuen Atelier, zu einem neuen Kapitel meines Lebens, in dem ich mich als Künstler weiterentwickeln werde. Ein Ort, an dem ich mich kreativ entfalten und in ihr Andenken leben kann.

Ich glaube fest daran, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden – und dass Jesus uns alle in sein Himmelsreich aufnimmt. Wie es im Johannesevangelium heißt: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: ‚Ich gehe hin, um einen Platz für euch vorzubereiten‘? Und wenn ich hingehe und euch einen Platz bereite, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ (Johannes 14,2-3)

Dieser Vers gibt mir Trost und Hoffnung, dass der Abschied von meiner Tante nicht für immer ist – dass wir uns eines Tages in der Gegenwart Gottes wiederfinden werden. Bis dahin werde ich weiter an meiner Kunst arbeiten, um in ihrem Andenken zu leben und ihr Vertrauen in mich zu ehren.

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Gar nichts erlebt

Gar nichts erlebt

Text und Illustration von Dotti am 28.November 2025

„Gar nichts erlebt, auch schön“, schrieb Wolfgang Amadeus Mozart am 13.06.1770 in sein Tagebuch. Ich habe mich gefragt, warum man unbedingt einen ereignislosen Tag für die Nachwelt festhalten muss. Vermutlich wusste Mozart nicht, dass seine Kunst dazu führen würde, dass man sich über 250 Jahre später noch seine Tagebücher interessiert, vielleicht war das für ihn auch besser so.
Mozart war für seinen Humor bekannt, dieser Eintrag war bestimmt ein kleiner Scherz. Aber wenn man sein kurzes Leben betrachtet und was er in 35 Jahren geschaffen hat, dann kann man davon ausgehen, dass seine Tage reichlich angefüllt waren: 21 Opern, 17 Messen, unzählige Konzerte, Serenaden, Sinfonien, dazu noch Reisen, Auftritte, Konzerte und Empfänge. Ich frage mich, wann dieser Mann überhaupt geschlafen hat?
Wenn man dieses Leben betrachtet, kann man vermuten, warum Mozart diesen kleinen Satz in sein Tagebuch geschrieben hat. Ein freier Tag war für ihn besonders und erwähnenswert.
Mir gefiel der Eintrag so sehr, dass ich ein Bild dazu gemalt habe. Mir hilft die kleine Anekdote in Mozarts Leben, denn sie erinnert mich, dass „nichts tun“ bzw. „unproduktiv sein“ nichts Schlimmes ist, sondern sein darf, gerade wenn man stark beschäftigt ist. Ich muss nicht immer leisten, ich darf auch mal Zeit vorbei streichen, die Beine, den Geist und die Seele baumeln lassen. Gerade jetzt, wo die eigentlich gar nicht so „besinnliche“ Adventszeit vor mir liegt, werden mir Pausen gut tun. Und so wird es bestimmt auch den einen oder anderen Abend geben, wo ich ich Bett liegen und „Gar nichts erlebt, auch schön!“ vor dem Einschlafen sagen werde.

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Gestern, Morgen und Heute

Gestern, Morgen und Heute

Gedicht und Foto von Danny am 30. August 2024

An die Vergangenheit zu denken, macht mich glücklich. Die Kindheit war behütet und schön. Man fühlte sich frei wie ein junger Vogel, der sicher in seinem Nest hockte, während die Welt einem zu Füßen liegt.

An die Zukunft zu denken, ist dagegen herausfordernd und wird einem leicht zur Falle, wenn man mehr daran denkt als nötig. Man ist erwachsen, gereift, sollte vieles besser wissen, macht sich aber trotzdem leicht Sorgen. Man ist jetzt ein ausgewachsener Vogel, der überall hinfliegen kann, aber auch an viele herausfordernde Orte fliegen muss.

Jesus aber sagt: Sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen. Also verkläre ich weder die Vergangenheit noch lasse ich mich von den Sorgen über die Zukunft beherrschen. Jeder Tag fordert nicht nur genug, sondern hält auch genug für mich bereit, woran ich mich freuen darf und soll. Denn wie schreibt die Bibel in Psalm 118,24! „Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“

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Lautloses Tosen

Lautloses Tosen

Text und Illustration von Ute  am 07. November 2025

In letzter Zeit ist mir etwas aufgefallen. Stets bin ich in meinen Gedanken damit beschäftigt gewesen zu planen, was alles nötig sei und was ich dafür zu tun habe. Die vielfältigen Überlegungen nahmen mein Denken und die Gefühle ein und führten zu einem inneren Sturm.
Heute Morgen nehme ich mir endlich genügend Zeit, um zu Gott zu kommen. Im Gebet ganz wortlos, beruhigt sich nach einiger Zeit mein Gedankensturm. Bei Gott darf ich Sein. Und er lässt es mich erkennen; die Stille vor Gott bringt neuen Frieden und Orientierung. Und mein Sturm beruhigt sich. Gott will seinen Kindern immer wieder neue Ruhe schenken, um uns auf unserem Weg zu leiten.
Warum bist du betrübt, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Hoffe auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Hilfe und mein Gott ist. Psalm 42, 12

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