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Wasser in der Wüste

Wasser in der Wüste

Text und Bild von Dotti am 21. Oktober 2022

Neulich hörte ich den Bericht von einem jungen Mann, der davon sprach, dass er seit Jahren unter Depressionen leidet und wie er damit umgeht. Nicht nur, dass mich sein Schicksal sehr bewegte, ich fand es auch ungeheuer mutig, wie offen er davon erzählte. Ich habe daraufhin dieses Bild gemalt. Ein Mensch steht in der Wüste, Trockenheit und Dürre umgibt ihn und dann auf einmal bricht Wasser herein, überspült, erfrischt und belebt ihn. Ich denke, wir alle kennen diese Wüstenzeiten und selbst wenn es nicht gleich eine Depression sein muss, gibt es immer wieder Momente, die uns auslaugen und fordern. Eine Erfrischung in dieser Zeit kann vieles sein: eine Umarmung, ein offenes Ohr, ein unverhofftes Geschenk, ein Spaziergang, ein Therapieplatz, ein längst vergessen geglaubter Bibelvers, ein stilles Gebet oder der Blick auf ein Kreuz in einer Kirche. So hab ich es auch erlebt, das ist auch meine Geschichte aus der Depression heraus: Wasser in der Wüste.

Und das wünsche ich auch jedem, der dieses Bild sieht und gerade durch eine trockene Zeit geht.

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Wo kommt der denn her?

Wo kommt der denn her?

Text und Foto von Ute am 14. Oktober 2022

Jeden Tag gehe ich diesen Weg, als mir das leuchtende Orange auffällt, bin ich fast schon dran vorbei gelaufen, bleibe dann aber stehen und muss dieses Foto machen, so schön ist dieser Fliegenpilz. Wie die Pilze aus dem Boden schießen«, diese Redewendung passt tatsächlich, denn ebenso plötzlich schien dieses frische Exemplar aus der Wiese geschoßen zu sein. Am Abend schaue ich das Foto an und mir kommen diese Worte in den Sinn:
»Für alles auf der Welt hat Gott schon vorher die rechte Zeit bestimmt. In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist. Aber der Mensch kann Gottes Werke nie voll und ganz begreifen.« Prediger 3,11

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Erinnerungen sammeln

Erinnerungen sammeln

Text und Bild von Birthe am 07. Oktober 2022

Am Wochenende haben wir den vierten Geburtstag unseres Großen gefeiert. Er hatte seine liebsten Freunde eingeladen und wir haben mit Essen, Kuchen, Deko und Action dafür gesorgt, dass der Tag in Erinnerung bleibt. Alle waren gut gelaunt, hatten Spaß und sind am Ende des Tages satt und zufrieden nachhause gegangen.

Als die Tür zu war und ich anfing mich dem übriggebliebenem Chaos zu widmen fiel mir auf, dass ich eine Sache vergessen hatte. Meine Kamera. Sie lag gut geschützt an der Seite und wartete darauf jede Menge Erinnerungen mit mir festzuhalten und unvergesslich zu machen.

Wie oft geht es mir mit Gott so. Wie oft gestalte ich einen Tag und merke am Ende, dass ich ihn an der Seite hab stehen lassen. Er war da, als stiller Zuschauer, bereit meinem Tag Leben einzuhauchen; Bereit die einzelnen Momente mit seinem Geist zu füllen und sie haltbar zu machen. Haltbar, weil mein Herz diese Verbindungen mit Gott nicht hätte vergessen können. Wie kleine Bilder bleiben all diese gesammelten Verbindungsmomente mit Gott in mir verankert.

Und obwohl ich das weiß, vergesse ich doch immer wieder IHN an die Hand zu nehmen und mit IHM meine Tage zu malen.

Wenn es dir genauso geht, dann will ich dich heute ermutigen, Gott an die Hand zu nehmen. Nimm IHN mit in den kleinen Momenten, die du festhalten willst. Lass IHN mittendrin sein in deinem Leben und baue dir ein Herz aus Erinnerungen an die schönsten Momente, die du mit IHM geteilt hast.

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Besucher einer Ausstellung

Besucher einer Ausstellung

Text und Video von Ute am 30. September 2022

Eine Bilderausstellung mit Hingabe und künstlerischem Sachverstand vorbereitet – die meisten Besucher schlendern an den Bildern vorbei, wollen bloß schauen und mit den Augen konsumieren und sind kaum bereit für eine persönliche Ansprache. Wortkarg ziehen sie weiter zum nächsten Augenschmaus.
Meine Erwartungen, an diesem Abend einen Dialog mit den Besuchern zu führen, werden so gar nicht erfüllt. Ich bin enttäuscht.
Woran lag es nur, frage ich mich und finde keine Antwort.
Später zuhause, schütte ich mein Herz aus und fühle mich dabei liebevoll von Gottes Trost umarmt. Da wird mir bewusst, was wirklich wichtig ist, und das macht mich völlig zufrieden und dankbar.
»Danke Jesus, du schenkst mir immer mehr als genug!«

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