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Freue dich Welt
Text und Illustration von Dotti am 06. November 2026

In der ersten Oktoberwoche saßen wir als Projektchor zusammen und fingen an, für das große Weihnachtskonzert zu üben, was am zweiten Advent stattfinden wird. Eine Bassstimme hinter mir seufzte beim Ansingen von „Gloria in excelsis deo“: „Weihnachtslieder, da bin ich ja noch gar nicht!“. Inzwischen ist es November und so geht es mir auch, wenn ich im Supermarkt neben dem Lebkuchen stehe oder der Nachbar die erste Girlande ins Fenster hängt. „Da bin ich ja noch gar nicht!“. Eben war doch erst Februar und nun sind es nur noch zwei Monate bis zum Jahreswechsel.
Wie kommt man in „Weihnachtsstimmung“, wann ist es denn „soweit“, dass man die besinnliche Zeit genießen kann? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Seit ich denken kann ist die Weihnachtszeit die stressigste Zeit für mich im Jahr und hat für mich nicht viel mit Genuss zu tun.
Umso wichtiger ist mir, dieses Fest nicht aus den Augen zu verlieren. „Freude dich Welt, dein König naht!“ ist nicht nur so daher gesungen, sondern es geht wirklich um die Vorfreude und das Warten auf dieses Fest. Jesus, damals noch ein Kind, geht jetzt mit uns in diese Zeit. Das möchte ich mir beibehalten, die kindliche Freude, ohne Zynismus, dass mir das bewahre, um das es Weihnachten geht: „Mach deine Toren weit!“, um dieses Fest willkommen zu heißen.