Skip to main content

Du zeigst mir den Weg

Du zeigst mir den Weg

Text und Illustration von Dotti am 20. Dezember 2024

Mit 51 Jahren noch einmal neu anzufangen, ist das eine gute Idee? Einige meiner Freunde haben sich das bestimmt gedacht, andere auch ausgesprochen, als ich von meinen Plänen erzählte, meine Heimat zu verlassen, um woanders eine neue Arbeit anzunehmen. Es fühlte sich bei der Entscheidung absolut richtig an und natürlich hatte ich mit meinen engsten Leuten lange drüber gesprochen. Es wird nicht nur ein anderer „Job“, es ist eine Berufung.
Wenn ich mich jetzt, 2 Wochen vor dem Abschied, in meiner chaotischen Wohnung umschaue, frage ich mich dann schon: „Hast du dir das gut überlegt?“ Die Antwort ist immer gleich: ich weiß, dass Gott diesen Weg von langer Hand vorbereitet hat und so gehe ich ihn treu weiter, auch wenn es manchmal nebelig ist oder Hindernisse im Weg liegen. Ohne Gott hätte ich das nie gemacht, ihm vertrau ich und ihm folge ich nach.
Den nächsten Blog schreibe ich dann schon in der neuen Wohnung, an einem mir noch fremdem Ort und ich bin selbst gespannt, was ich zu berichten habe.

Weiterlesen

Es lag ein Päckchen unterm Baum

Es lag ein Päckchen unterm Baum

Gedicht und Fotos von Danny am 13. Dezember 2024

Es lag ein Päckchen unterm Baum,
ganz schlicht verpackt, man sah es kaum.
Kein Funkeln, das die Freude weckt,
will man wissen, was drinnen steckt?
Doch öffne ich‘s und staune sehr,
wo kommt denn dies Geschenk nur her?
Jemand hat an mich gedacht
Der mich kennt, und um mich wacht
Freude möchte in mir blüh‘n,
wie Sterne, die im Dunkeln glüh‘n.
Freude, die mich tief bewegt,
mein Leben hält, die Seele trägt.
So kommt Gott in diese Welt
Als ein Kind, und doch als Held
Unscheinbar und so klein
Doch wer ihn aufnimmt, ist ganz sein.

Er kam in die Welt, die ihm gehört, und sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.
Johannes 1,11-12

Weiterlesen

Neuer Blickwinkel

Neuer Blickwinkel

Text und Foto von Ute am 29. November 2024

Neulich, kurz vorm Aufwachen hatte ich einen Traum. Es war eine Szene wie gezeichnet:
Ich sah eine Art Strich-Person am Rand einer Fläche stehen. Auf dieser Ebene lagen viele schwarze Linien schräg und flach am Boden. Vom Blickwinkel der Person aus betrachtend, schien alles nur ein Gewirr aus Linien zu sein. Doch als sich die Person bewegte, vom Rand hin zur Mitte der Grundlinie, veränderte sich die gesamte Perspektive und aus dem Liniengewirr wurde eine erkennbare Form.
Ich erwachte und mir war der Traum eine Bestätigung:
Es ist wichtig die richtige Perspektive einzunehmen und falsche Sichtweisen zu verlassen.
Das kann ich aber nur durch Gottes Hilfe und Leitung und ich darf und will ihn darum bitten.

Wenn jemand von euch nicht weiß, wie er das tun soll, dann darf er Gott um diese Weisheit bitten. Er wird sie ihm ohne weiteres geben und ihm deshalb keine Vorwürfe machen, denn er gibt allen gern.
Jakobus 1:5

Weiterlesen

Augen-Blicke

Augen-Blicke

Text und Foto von Stephanie am 22. November 2024

Ich gehe an ihrer Weide vorbei. Sie steht am Zaun. Ruhig. Achtsam. Neugierig? Welchen Namen sie wohl hat?
In ihrer Mähne, genau neben dem Auge, hängt Heu. Vorsichtig strecke ich meine Hand aus, lasse sie schnuppern. Sie lässt mich an sich heran. Ich darf ihr das Heu aus der Mähne ziehen, darf sie an ihrer Nase streicheln. Wie weich sie ist!
Sie bewegt sich kaum, beobachtet. Genießt sie meine Aufmerksamkeit?
Ich staune über ihr grau-blaues Auge, die zartrosa Haut ringsherum, ihre weißen Wimpern. Wie wunderschön sie ist! Obwohl sie nicht gut geputzt ist. Am liebsten würde ich über den Zaun steigen und sie striegeln.
Wie es Gott wohl mit mir geht, wenn er an meiner Weide steht? Ganz bestimmt hängt mir Heu in der Mähne herum, geputzt bin ich auch nicht gut. Aber mir scheint: Gottes Liebe sieht einfach nur meine Schönheit. Und für das Heu und den Schmutz in meinem Fell hat er Lösungen.
Danke, Gott, dass du mich mit Augen der Liebe betrachtest.

Weiterlesen