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Kreieren, nicht konsumieren

Kreieren, nicht konsumieren

Text und Bild von Dotti am 06. Oktober 2023

Neulich lag ich einige Tage mit einem Infekt flach. Bis zur Couch schaffte ich es morgens meist gerade so und da blieb ich dann auch, immer mit der Hand an der Fernbedienung, Knöpfe drücken war das Einzige, zu dem ich mich fähig fühlte.

Als es mit mir dann wieder bergauf ging, stellte ich fest, dass ich zu einem Leben vor dem Fernseher nicht geschaffen bin. Klar, das kann ein paar Tage ganz lustig sein, aber ich werde dann doch relativ schnell unruhig.  Nach so einer „Konsumphase“ greife ich umso tatendurstiger wieder zu Stiften und Pinsel. Eines Abends, während ich einmal so vor mich hinpinselte, habe ich mir überlegt, wie das für Gott wohl gewesen sein mag, die Welt und alles drumherum zu erschaffen. Mich fasziniert es so sehr, dass Gott nicht nur eine Welt voller Planeten, Pflanzen, Gewässer, Tiere und Menschen geschafften hat, sondern wir selbst auch diese Kreativität von ihm bekommen haben. Ich bin sicher, er hatte viel Freude dabei. Paulus schreibt im Epheserbrief 2,10: „Gott hat uns geschaffen, um das zu tun, was gut ist, damit wir unser Leben nach seinem Vorbild gestalten“, er benutzt das griechische Wort „Poiema“, was „Werk“ oder „Schöpfung“ bedeutet. Wir sind zum Kreieren da, nicht zum Konsumieren.

Ich weiß genau, woher ich meine Gabe zum Malen, Schreiben und Singen habe und wer sie immer wieder in mir anzündet.

Falls Du gern kreativ bist und etwas mit Deinen Händen, Deiner Stimme und Deinem Geist erschaffst, verstehst Du sicher, was ich meine, egal wie Du Deine Fähigkeiten auslebst. Und falls nicht, vielleicht hast Du ja Lust bekommen, damit anzufangen? Probiere es aus, ich wünsche Dir viel Spaß dabei.

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Angst in der Welt

Angst in der Welt

Ein Gedicht von Danny am 29. September 2023

Ich bin ein Mensch
Und habe Angst
Beides gehört wohl zusammen

In der Welt
Habt ihr Bedrängnis
Und ich bin nicht ausgenommen

Ist das alles
Geht’s nicht weiter
Ist Bedrängnis ungebannt

Da war doch einer
Der vorausging
Und die Welt längst überwand

Sorgen werden groß
Und reden mir stets zu
Ich sei viel zu klein

Die Wahrheit ist
Ich bin getragen
Ich bin nicht allein

Ich habe Angst
Und habe Mut
Beides gehört wohl zusammen

Bin in der Welt
Nicht von der Welt
Die Sorgen sind genommen

„Jesus sagt: In der Welt habt ihr Bedrängnis. Ich aber sage euch: ich habe die Welt überwunden.“
Johannes 16,33

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Fahrenlassen

Fahrenlassen

Text und Video von Ute am 15. September 2023

Schweigend sitzen wir uns gegenüber.
Du bist bei mir und es tut mir so gut.
Ich schaue aus dem Fenster; hinter mir liegen alle Bemühungen und Fragen. Ich ruhe wieder in dir.
Du kennst den Weg und du weißt, wohin die Reise geht.
Alles, was ich weiß ist: du liebst mich und ich vertraue dir.
Du lehrst mich Stillesein. So machst du mich stark!

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Ruf mich heim

Ruf mich heim

Lied und Text von Miriam am 08. September 2023

Viel zu oft denke ich, dass ich es draufhabe,

meine, alles allein zu schaffen.

Ich gehe meine Wege, so wie ich will,

laufe blindlings ohne Verstand los.

So bekomme ich die Quittung für meinen Stolz,

ich verirre mich und weiß nicht mehr, was ich tun soll.

Meine gewählten Wege waren eindeutig nicht Deine,

jetzt sehne ich mich nur danach, zu Dir zurückzukehren.

Auch wenn ich meinen planmäßigen Weg verlassen habe,

Deine Liebe wird mich heim rufen.

Obwohl die nächste Abzweigung weit weg scheint,

Deine Gnade wird mich heim rufen.

Auch wenn ich meinen vorbereiteten Platz verlassen habe,

Deine Kraft wird mich heim rufen.

Obwohl ich Dich in all dem Dunst nicht sehen kann,

Deine Stimme wird mich heim rufen.

Herr, ruf mich heim!

„HERR, bring uns wieder zurück zu dir, damit wir uns wieder zu dir hinkehren!“

(Die Bibel, Klagelieder 5,21)

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