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Zufluchtsort

Zufluchtsort

Text und Foto von Jana am 16. September 2022

Über mir sehe ich viele bunte hängende Schirme, während ich in einem Café in Bamberg verweile. An Psalm 91 denke ich da direkt:

„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.  

Ich sage zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue!“

Ich darf unter dem Schirm des allmächtigen und liebenden Schöpfer-Gottes sitzen.

Was für ein besonderes Privileg! 

Ich muss mich dafür nicht abmühen, ich darf einfach sitzen und seine Gegenwart genießen.

In meinem Alltag erlebe ich Gottes Schirm ganz real als seine Fürsorge, seine Treue und seine Nähe.

An jedem Ort und zu jeder Zeit darf ich mit ihm reden; denn er ist immer da.

Ich darf wissen: Er ist ein guter Gott mit einem liebenden Vaterherz, der mich sieht, mich lieb hat und mich ganz genau kennt.

In seiner Nähe darf ich jeden Tag bleiben und mein Herz darf bei ihm ruhen.

Er ist mein beständiger und sicherer Zufluchtsort, dem ich gern vertraue; auch dann, wenn es stürmisch wird.

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Nur pur

Nur pur

Ein Gedicht und Foto von Nina am 09. September 2022

Ich habe einen Schuhtick! Gott weiß das.

Gestern dachte ich heimlich verzückt: Weiße Schucks mit rotem Saum und meine neue Hose!!!

Heute Mittag stehen plötzlich weiße Schucks mit rotem Saum vor meiner Schlafzimmertür. Ich traue meinen Augen kaum. Mein Mann hat sie geschenkt bekommen, sind aber Damenschuhe. Gott kennt sogar meine Schuhgröße!

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Die Sache mit der Grinsekatze

Die Sache mit der Grinsekatze

Text und Bild von Dotti am 02. September 2022

Seit einigen Jahren schon schicke ich meinen Eltern jede Woche eine Postkarte nach Hause, obwohl wir uns regelmäßig sehen. Es ist einfach eine kleine, alltägliche Aufmerksamkeit. Seit mein Vater verstorben ist, bekommt nun meine Mutter die Karten, oft selbstgemacht mit Bibelversen, schönen Sinnsprüchen und kleinen Kunstwerken. Neulich packte mich der Schalk im Nacken und ich malte ihr eine kleine Grinsekatze, steckte sie in den Umschlag und klebte eine Briefmarke drauf. Zwei Tage später kam ein Anruf: „Das ist die schönste Karte, die ich je von dir bekommen habe.“ Im ersten Moment war ich ein wenig angefasst, denn was war mit all den wohldurchdachten Karten, den Kunstwerken, die Bildern und den wichtigen Versen? Ich hatte mich doch so bemüht, „wertvolle“ Inhalte weiterzugeben.

Aber dann hab ich gemerkt, dass das, was ich male, verschenke und weitergebe in erster Linie nicht mir gefallen oder meinen Ansprüchen gerecht werden muss, sondern allein demjenigen, der es bekommt. Oftmals zählt auch nur die Geste: „Du hast mich gesehen!“, „Ich bin dir wichtig!“
Seit diesem kleinen Erlebnis mit meiner Mutter, über das ich heute schmunzeln kann, bin ich entspannter geworden und weniger selbstkritisch. Ich lerne immer mehr, dass der Gedanke zählt und dass dieser eine Gedanke beim anderen ankommt… und wenn es nur eine kleine Grinsekatze ist.

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Der Weg

Der Weg

Ein Gedicht und Video von Danny am 26. August 2022

Vor mir führ’n verschlung’ne Pfade
Immer tiefer in den Wald
Und ich folge diesen Pfaden
Ohne Rast und ohne Halt

Immer weiter weg vom Alltag
Will ich Abenteuer sehen
Immer näher an das Herz
Lasse ich mich tiefer ziehen

Die festen Pfade mögen enden
Wollt‘ eh nicht auf dem Holzweg sein
Steige auf über die Grenzen
Und seh‘ den Pfad nur noch ganz klein

Will Wege gehen, die es nicht gibt
Will wagen, dass ich mich verlier‘
Damit ich sehe, wer ich bin
Muss ich manchmal weg von mir

Wie tief reichen manche Wurzeln?
Wo entspringt des Baches Quell‘?
Woher komm‘ ich, wohin geh‘ ich?
Was macht meine Wege hell?

Bin begeistert von der Wildnis
Und berührt von der Gefahr
Vergesse meine Sorgen
Bin ich der Schöpfung wieder nah

Und bin ich tief darin verwoben
Als ein Teil vom großen Ganzen
Wende ich den Blick nach oben
Möchte mit dem Schöpfer tanzen

„Wer ist es, der den HERRN fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.“ Psalm 25,12

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